Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
477
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Vegetation der Feldgewächſe, Waid.

321 Der Kürbis,(220

Vegetation und Behandlung während der Vege- tation bis zur Erndte,

Wenn die Witterung trocken iſt, ſo muß man die Kürbige- pflanzen öfters begießen, bis ſie an den Ranken Blätter angeſett haben. Da jedoch der Boden durch das öftere Begzießen hart wird, ſo muß man ihn um die Pflanze herum, damit man je- doch die Wurzeln nicht beſchädigt, mit Sorgfalt loc>ern. Das ſich zeigende Unkraut muß ausgejätet werden. Wenn die Früchte angeſetzt haben, bricht man die männlichen oder tauben Blüthben, ſo wie die zu viel angeſetzten Früchte, ſo daß an jeder Pflanze nur 2, höchſtens 3 Früchte verbleiben, ab. Unter die jungen Früchte legt man ein Stü> Schiefer, oder einen Ziegel, damit- ſie nicht mit der Erde in Berührung kommen, weil ſie dann leicht faulen. Der Kürbis verlangt zu ſeinem Gedeihen mäßig feuchte, aber warme Witterung. Kalte und ſehr naſſe Witterung ſezt ihn ſehr im Wachsthum zurück, und die Blüthen verfaulen dann leicht.

Der Saflor,

Vegetation und Behandlung während der Vegee tation bis zur Blüthe.

Der Saflor verlangt, um die Blüthen gehörig ausbilden zu können, eine warme Witterung mit abwechſelndem Regen, aber vielen Sonnenſchein. Ein wiederholtes Jäten und Behacken, und bey letzterem darauf geſehen, daß die Pflanzen auch zugleich behäufelt werden, iſt dem Saflor zu ſeinem Gedeihen durchaus nvöthig. Durch das Beha>en wird der Boden der Einwirkung der Atmoſphäre aufgeſchloſſen und lebensthätiger, und die Pflan- zen treiben dann um ſo mehr Seitenzweige, an denen ſich mehr und kräftigere Blüthen anſeben. Bey der Reihenaat kann man auch den Schaufelpflug in Anwendung bringen. Man muß die Lo>kerung des Bodens jedesmal vornehmen, wenn der Boden um die Pflanzen zu feſt wird, er ſey nun durch Trockenheit ere härtet, oder durch ſtarke Näſſe zuſammengeſchlämmt. Jm erſtern Falle findet die atmoſphäriſche Feuchtigkeit um ſo leichter Eine gang zu den Wurzeln. Bey ſehr trockner Witterung muß man die Lo>erung des Bodens nur in den Abendſtunden vornehmen. Bey naſſer Witterung werden die Blüthen zwar größer, aber ſie enthalten weniger Farbeſtoff, und gelten dann im Verhältniß um ſo weniger, Naſſe und kalte Witterung ſetzt den Saflor im Wachsthum ſehr zurü, und fällt ſolche Witterung in der Blü- the ein, ſv wird die Entwickelung derſelben ſehr gehindert. Das Gypſen ſoll die Blüthen des Saflors farbenreicher machen.

Der Waid.

Vegetation des Waids und Behandlung während der Vegetation bis zur Erndte der Blätter.

Oft liegt der Waidſamen 4 bis 5 Wochen, ehe er aufgeht. Wenn er vier Blätter entwielt hat, ſo werden die Pflanzen bey VI. 21