Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
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474
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474 Bau der Feldfrüchte. 6. Abſ<n. Juny,

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( Auch vom Honigthau leiden die Bohtten. Es finden ſich dann, wenn die Pflanzen davon befallen ſind, an den Spitzen eine Art ſchwarzer Blattläuſe, die ſich abwärts verbreiten und det Saft der Pflanze entziehen. Die angeſetzten Schoten verderben, der Anſatz neuer Schoten wird gehindert, und die Blätter ziehe ſich in Runzeln zuſammen, wobey die Pflanzen ein kümmerliches Anſehen bekommen und wohl gar eingehen. Schlimmer iſt die: ſes Uebel, wenn es ſich vor dem Anſatz der Schoten zeigt, als ſpäter, wenn die Schoten bereits angeſebt haben: denn da ſich das Uebel zuerſt an der Spitze zeigt, und nach unten zuzieht, ſo kann man der Verherung durch das Abköpfen der obern Spitzen ſteuern. Ein früheres Abköpfen iſt den Pflanzen nachtheilig. Man verbindet aber mit dem Abköpfen auch noch andere Vortheile, die deſſen Anwendung ſehr räthlich machen, und v, Sch werz ſagt im zweyten Bande ſeiner Anleitung zum praktiſchen Ackerbau S. 362 Folgendes:Wie Erbſen und Wicken wachſen die Bohnen noch fort, wenn längſt ihre unterſten Schoten ſich gebildet haben. Dieſes anhaltende Fortwachſen, das laubige, oft mit Geſchmeiß beladene Haupt, und die unnüßen, oder wenig bedeutenden Blü- then, die ſich nach den Spitzen zu zeigen, entziehen den untern ſich ſchon bildenden Früchten einen Theil ihrer Säfte, hindern die etwas ſpätern, aber immer noch fruchtfähigen mittlern Blüthen am Anſatz, und verſpäten das Reifwerden der ganzen Pflanze, dur) welches Levtere dann nothwendig auch die Herbſtbeſtellung zum Fdachtheil des Weizens verſpätet wird. Dieſen vereinigten Uebeln kommt man nun durch das Köpfen vor. Man verrichtet es mit einem langen Meſſer, kleinen Säbel, oder einer alten Senſe, die man an einem Handgriffe oder Stiele in gerader Linie befeſtigt, Die Zeit. des Gipfelns iſt, wenn die unterſten Schoten anſetzen. Man läßt die Gipfel zur Erde fallen, und ſo geht das Hauen ohne Mühe und ſchnell, zumal bey Reihenbohnen vor ſich. Das Gipfeln befördert die Reife der Schoten um 14 Tage, und trägt zum ſchnellen Abtrocknen des Strohs viel bey.

Die Wie. Vegetation und Behandlung während der Vege: tation.

Man überläßt die Wien gewöhnlich nach der Einſaat ſich ſelbſt, ohne ihnen eine beſondere Pflege angedeihen zu laſſen, Haben die Wicken nach der Einſaat eine warme und feuchte Wit- terung, ſo kommen ſie bald dicht hervor, überziehen den Acer mit ihren Ranken und unterdrücken das Unkräut. Gehen jedoch die Wien der dürren Witterung wegen nur ſparſam auf, ſo werden ſie bald vom Unkraut überwachſen, und es bleibt dann nichts übrig, als ſie abzumähen und das Feld umzupflügen, um deſſen Verwilderung zu verhindert. Wenn der Boden nach der Saat ſehr zuſammengeſchlämmt iſt, ſo empfehlen Viele das Eg- gen der Wicken, ſelbſt dann, wenn ſie bereits heraus ſind, Iſt der Boden nach der Saat ſehr kloßig, ſo empfiehlt man auch das Walzen bey günſtiger Witterung« Die Wicken lieben eine mehr feuchte und warme Witterung. Kalte und beſonders tro- >ene Witterung ſeßt ſie im Wachsthume ſehr zurü>, Beſonders

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