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Vegetation der Feldgewächſe,
(317) mit der Hand beha>t werden, und obgleich dieſe Arbeit mühſam und koſtſpielig iſt, ſo findet man ſie doch in mehrern Gegenden und wird durch den um ſo größern Ertrag der Bohnen reichlich dafür entſchädigt, Uebrigens macht das Beha>en das Eggen nicht entbehrlich; man eggt vielmehr gewöhnlich vor dem Behacken um dieſes zu erleichtern. Wobhlfeilex, wenn auch nicht ſo vollſtandig, wird bey ver Reihenſaat das Behocken durch die Pferdehacke aus- geführt. Man ſchaufelt die Bohnen gewöhnlich zweymal, und verfährt am beſten dabey folgendermaßen: man eggt die Bohnen, wenn ſie herausgekommen ſind, und ſchaufelt dann ganz flach. Hierauf eggt man nochmals, aber in die Quere, ſo daß die durch das Schaufeln entſtandenen Furchen wieder geebnet werden, und ſchaufelt dann nochmals, aber tiefer, als das erſtemal. Wenn nah dem Schaufeln noch Unkraut auf den Kämmen, auf wel: <en die Bohnen ſtehen, ungerührt bleibt, ſo jätet man es aus, Man muß mit dem Behacken und mit den Schaufeln fertig ſeyn, ehe die Bohnen in die Blüthe zu treten anfangen, denn wenn ſie in dieſer Zeit im Wachsthum geſtört werden, ſo ſchlagen ſie merklich zurück,
Unter den Unkräutern ſchadet der Bohne hauptſächlich die ſo- genannte Flachsſeide, deren wir bereits bey den' Wien und un- ter Auswahl des Bodens und des Climas Erwähnung gethan haben. Da dieſe Schmaroßerpflanze ſehr ſpät ſich zeigt, ſo hilft, weder das Beha>en, noch das Schaufeln, Selbſt durch das Jä- ten iſt ſie nicht wegzubringen, und wenn ſie ſich einmal in 9102 pern Neten zeigt, ſo bleibt nichts. übrig, als: die Bohnen abzu- mähen, ehe dieſes Unkraut ſeine Samen ausſtreut 3 denn ſie gehen ohne dieß, von vieſem Unkraute umſponnen, ein.
Ueber ein anderes den Bohnen ſehr nachtheiliges Unkraut ſagt v. Sch werz im zweyten Bande ſeiner Anleitung zum prak: tiſchen- Y>erbau S, 361 Foldendes*„„Aus Erfahrung, muß ich warnen ,“ auf. einen mit Ackerfuchsſchwanz angefüllten thonig- ten Acker ſich bey den- Bohnen nicht auf das Hacken zu vere- laſſen; ſondern ihn vorher durch eine wohl bearbeitete Braache zu reinigen, und auf dieſe Bohnen folgen zu laſſen, dann wird der-Acker rein werden. 1823 ſäeten: wir, Unglück nicht ahnend, auf ein ſo eben übernommenes Land Bohnen, hand= hackten, zogen Unkraut aus, erndteten nicht der Arbeit werth, und ſahen uns genöthigt, 1824 alſo hinter einander zu bragez <en.“
Die Bohnen gerathen am beſten bey einer abwechſelnd mäßig warmen und feuchten Witterung. Stehen ſie zu dicht, ſo muß man ſie verdünnen; deny die Bohnen wachſen dann zu ſehr in die Höhe, ſezen weniger Schoten an, und die untern Blüthen er- ſticken gänzlich.
- Die Bohnen werden nicht ſelten vom Roſt befallen. Die Blätter bekommen ſchwarze Puncte, die ſich vergrößern, fallen ab und verurſachen den Tod der Pflanze, v. Sch werz empfiehlt, im zweyten Bande ſeiner Anleitung zum prattiſchen Ackerbau S. 362 gls ein vorzügliches Schutzmittel gegen dieſe Krankheit das Ueberſtreuen der Bohnen mit Salinenabfällen, wenn ſie handhoch über der Erde ſind,
Buffbohnen. 473


