472 Ban der Feldfrüchte. 6. Abſ<n. Juny.
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Stängel, in welchem ſich im Juny eine gelbgraue Blume zeigt, Der Schaden, den dieſes Unkräut anrichtet, iſt oft nicht unbe- trächtlich, ohne daß man auf daſſelve aufmerkſam iſt. Es zeigt ſich hauptſächlich in mehr feuchtem Boden und in feuchten Jah- ren, und iſt nur, obgleich auch nicht leicht, durch ſorgfältiges Taten zu vertilgen, indem man es unter den ſich bereits ausge: Hildeten Erbſen nicht leicht gewahr wird, Solche Stellen auf dem Felde, wo ſich dieſes Unkraut ſehr ſtark unter den Erbſen gezeigt hat, muß man zum Erbſenbau vermeiden.'
Unter den Inſecten iſt beſonders der Erbſenkäfer, Erbſenfreſſer, Bruchus pisi, den Erbſen ſehr gefährlich. Das Weibchen legt ſeine Eier in die Blüthen der Erbſen, und die in wenig Tagen daraus entſtehenden Larven freſſen ſich in die jungen Erbſen ein und wachſen mit ihnen fort, ohne daß man an den Schoten et- was gewahr wird. An den Erbſen ſelbt bemerkt man nur einen kleinen Fle> 3; ſie werden aber von ihnen ganz ausgehöblt, und dann kommen ſie als kleine Käfer, oft erſt im folgenden Jahre hervor. In heißen Sommern vermehrt ſich dieſer Käfer ſehr ſtark und richtet oft die ſchönſten Saaten zu Grunde.
Die Buffbohne. Vegetationund Behandlung während der Vegetga- ; 41.07
Die Buffbohne liebt nach der Saat eine mehr. feuchte Witte- rung 3 denn ein ſo großes Samenkorn verlangt viel Feuchtigkeit, ehe es von derſelben ſo durchdrungen wird, daß der Keim her- ausgetrieben wird. Ein Froſt, der ſie während des Keimens, oder ſelbſt dann) wenn ſie bereits aufgegangen ſind, trifft, ſchadet ihnen nicht merklich. Jm lebten Falle werden zwar die Blätter elb, aber ſie treiben dennod wieder hervor und man verſpürt einen Nachtheil davon.
Zum Gerathen der Bohnen iſt das Eggen, wenn ſie hervor- ekommen ſind, eine unerläßliche Bedingung. Sie vertragen ein tarkes Eggen ſehr gut, und ſelbſt wenn durch das Eggen mit eiſernen Zinken ihre Köpfe geſpalten, oder abgeriſſen werden, ſo xommen ſie doch wieder hervor. Man unternimmt das Eggen ewöhnlich zwey oder drey Wochen nad) der Saat, wenn die
ohnen bereits heraus ſind, und. wählt dazu bey einem trocknen Tage gern die Mittagsſtunde, wo die Pfianzen von der Hitze et- was welk ſind, indem ſie dann von der Egge weniger leiden, Man wiederholt das Eggen gewöhnlich, wenn ſie 6 Zoll hod) find, wenigſtens iſt ihnen das wiederholte Eggen ganz beſonders zuträglich. Die Vertilgung des Untrautes wird man durc) das wiederholte Eggen in einem nicht zu verunkrauteten Boden, 8e- wöhnlich erreichen 3 zeigt fich jedoc< nach dem Eggen noch viel Unkraur, welches die Bohnen-zu überwachſen und zu unterdrü&Fen droht, ſo muß man zum Jäten ſeine Zuflucht nehmen;
Beſſer noch, als das Eggen, bekommt den Bohnen das Be- backen 3 denn fie lieben nicht nur einen während der Vegetation gelo>kerten Boden, ſondern es behagt ihnen auch ganz beſonders und trägt weſentlich zu ihrem Gedeihen bey, wenn ſie etwas be- häufelt werden. Die breitwürkg geſäeten Bohnen können nur
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