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Bau der Feldfrüchte. 6. Abſchn. (314)
Um das Unkraut zwiſchen den!Erbſen zu vertilgen und auch zugleich den Boden zu lo>ern, empfiehlt man das Behacken mit der Handhacke, v. Schwerz ſagt hierüber im 2, Bande ſeiner Anleitung zum praktiſchen Ackerbau S. 330 Folgendes:„Vollkom- mener ohne Zweifel, als das Eggen, erfüllt das Behac>ken mit der Haue den doppelten Zwe des Reinigens und Auflo>erns z aber freilich mit mehrfacher Arbeit. Ein Muſter in der Erbſencultur, wie in dem Feldbau überhaupt, ſtellen die gewerbsfleißigen Be- wohner des Dorfes Hördt auf. Sind die Erbjen zwey Zoll über ihrem Sande, ſo werden ſie geeggt, mit vier Zoll Höhe werden ſie zum erſtenmal, und bevor ſie in einander wachſen, zum zwey-= tenmal behact. Die Haue hat nicht mehr als 2 Zoll Breite und 1x Zoll Höhe.“
Wenn die Erbſen in Reihen geſäet ſind, ſo müſſen fie be- bat werden. Das Behaken erſpart dann aber viele Unkoſten, indem es viel leichter erfolgen kann, als bey der breitwürfigen Saat. Es findet in England ſehr häufig Statt, und man behaup- tet dort, daß ſich das Beha>en bey keiner Frucht beſſer bezahle, als bey den Erbſen. Sind die Reihen weitläuftig genug, ſo ver- richtet man das Behacken mit der Pferdehacke. v., Schwerz ſagt im 2. Bande ſeiner Anleitung zum praktiſchen AXerbau S. 331 hierüber Folgendes:„Soll das Behac>en mit der Pferdeha>e vorgenommen werden, ſo gehört. eine Entfernung von wenigſtens anderthalb Fuß zu den Neiben. Man kann die Arbeit ein paar- mal hinter einander wiederholen. Ob dieſe Methode aber eben ſv große Vortheile, als Schwierigkeit darbiete, daran möchte ich faſt zweifeln. Was bey ſteif aufrecht ſtehenden Gewächſen recht gut anwendhar, iſt es wenig oder gar nicht bey rankenden. Gelangen weit von einander ſtehende Erbſen nicht zu einem ſehr vollſtändigen Wuchſe: ſo kommt das Unkraut um ſo leichter da- zwiſchen auf, der Boden wird nicht überwölbt, die Erbſen hän- gen ſich nicht zuſammen und können aus demſelben Grunde ſich nicht aufrecht erhalten, legen ſich an die Erde an, und geben nur eine geringe Ausbeute, Weit räthlicher bleibt alſo das . Handha>en, wobey ein Zwiſchenraum von 8 bis 10 Zoll hinrei- <end iſt,“
Hat man das Unkraut durch das Eggen nicht vertilgen kön- nen, ſo iſt es nothig, es auszujäten. Diejenigen Unkräuter, wel- <e ſich am häufigſten in den Erbſen finden, ſind der Hedrich, die blaue Kornblume und der Flug: und Taubhafer. Man muß beym Jäten große Vorſicht gebrauchen, daß keine Pflanzen zertreten erden, weil die geknickten Erbſenpflanzen eingehen.
Thaer ſagt im 4. Bande ſeiner rationellen Landwirthſchaft S. 116:„Wenn der Hedrich die Erbſen überwächſt, und in vol- ler Blüthe ſteht, habe ich nach mehrern andern das Abmähen deſſelben verſucht, wobey die obern Spitzen der Erbſen aber doch mit gefaßt werden müſſen. Auf kräftigem Boden, und bey gün: ſtiger Witterung ſchadet es den Erbſen nicht 3 im enigegengeſeß- ten Falle litten ſie aber merklich dadurch, und der Hedrich über: wuchs ſie zum zweytenmal.“
Um das Unkraut zu unterdrücken, um auch die Inſecten ab- zuhalten, hat man das Erbſenfeld mit Stroh überlegt, und die
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