Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
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Bau der Feldfrüchte, 6. Abſ<hn. Juny.

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den Halm an, ohne jedoch bis in ſeine Röhre hineinzudringen, Der Halm wird warzig, za>ig, hin und hergebogen und ſtirbt ab, Dieſes Uebel findet ſich gewöhnlich Ende Julius oder Anfangs Auguſt, wenn die Gerſte ſchon beynahe ausgewachſen iſt. Die benagten Halme werden weiß, fallen um, und das Gerſtenfeld gleicht einem verhagelten Felde, wo noc einzelne grüne Halme hervorſtehen. Wenn man das Daſeyn dieſes Uebels in der Gerſte bemerkt, ſv bleibt nichts übrig, als dieſelbe grün abzumähen, wodurch auch dieſes Inſect vertilgt wird.

Der Sommerweizen,

Vegetation und Behandlung während der Vege: tation bis zur Erndte,

Der Sommerweizen gebt auch ſchnell, aber minder ſchnell auf, als die Gerſte, Darüber, ob ihm nach dem Aufgehen Fröſte nachtheilig ſind, ſind die Meinungen getheilt, Einige behaupten, er könne den ſtärkſten Froſt vertragen; Andere hehaupten dages gen, er ſey gegen den Froſt ſehr empfindlich, Es kommt hierbey darauf an, ob der Sommerweizen an eine frühere oder ſpätere Ausſaat gewöhnt iſt. Jm erſtern Fall iſt er mehr abgehärtet, und leidet von dem Froſt nicht leicht; im letztern Fall dagegen, wo er verweichlicht iſt, ſchadet ihm ein Froſt nicht unbeträcht: lich. Wo ich den Sommerweizen zu beobachten Gelegenheit ge- Habt habe, wurde er ſpät, gewöhnlich um die Mitte des Mays g'ſäet, wo nach ſeiner Saat keine ſehr ſtarken Fröſte mehr Statt fiiden, und er dater von dieſen, ſo lange ich mich zu erinnern wiß, nicht gelitten hat. Späte Neife ſcheinen jedoch auf ihn na htheiliger einzuwirken, als auf die große zweyzeilige Gerſte z denn er blieb danach länger gelb, als dieſe. Der ſogenannte Wandelweizen, der abwechſelnd auch über Winter geſäet wird, leidet vom Froſte nicht. Das Eggen, wenn der Sommerweizen fingerslang iſt, bekommt ihm ſehr wohl. Wenn er zu geil iſt und Lager zu befürchten iſt, ſo iſt auch das Schröpfen anwend bar; man muß jedoch) beym Schröpfen die Verhältniſſe noch viel ſorgfältiger erwägen, als beym Winteyweizen, weil man ihm, als einem ſchnellwüchſigern Gewächs, durch unzeitiges Schröpfen den größren Schaden zufügen kann. Das Jäten iſt beym Som- merweizen eben ſo nöthig, als bey der Gerſte. Gegen die Wit- terung iſt der Sommerweizen empfindlicher, als die Gerſte; denn er mißräth in Körnern, wenn der Jahrgang mehr feucht oder warm iſt, wo die Gerſte ganz außerordentlich geräth. In ſehr trocknen und feuchtkalten Jahren mißräth er ebenfalls, und ganz beſonders, wenn es naßkalt zur Zeit der Entwiklung der Aeh- ren und zur Zeit der Blüthe iſt. Soll die Witterung dem Som- merweizen zuſagen: ſv muß ſie abwechſelnd feucht und trocken, dabey aber nicht zu heiß ſeyn. Dem Staubbrand iſt der Som- merweizen mehr, als der Winterweizen unterworfen,

Der Hafen Vegetation und Behandlung während der Vege: tation, - Der Hafer verlangt zum Keimen viel mehr Feuchtigkeit, als die Gerſte, und ec geht daher ſpat auf, Die oberflächlich liegen

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