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I' Vegetation der Feldgewächſe- Sommergerſte, 465 |;(309)
R We Der Hedrich kommt mit der Gerſte zugleich hervor, und un- ſea terdrückt dieſelbe mit ſeinen breiten Blättern oft gänzlich, wenn m On ihn nicht Nachtfröſie vder ſeine erklärten Feinde, die Erdflöhe, C) eg| vertilgen. Auf Feldern, wo ſich der Hedrich ſtark findet, bleibt Berhaltey, zur Rettung der Gerſte kein anderes Mittel, als das Jäten. Ei: dop tan jätet zu Anfange Junius oder auch ſpäter, ehe noch die 8 Zetreidu|, Gerftie ſehr ſtark in die Höhe getrieben iſt. Ein früheres Jäten 8 dagen|* vermeidet man, weil noch viele Hedrichpflänzen zu klein ſind, >| Ui Überſehen werden ,- und ein mehrmaliges Jäten nöthig machen. DI) ſv ſeht Durch dieſes Jäten wird die Gerſte nicht nur von dem ſie beein-
der auf trächtigenden Untraute befreyt, ſondern es erwächſt auch der m Blättet| Bortheil für ſie, daß ſie in dem dadurch aufgelo>kerten Boden >"eiligſten| um ſo kräftiger aufwächſt. 5
itterun,| Das Klappertraut, welches ſich hauptſächlich nur auf mehr M tentheilß naſſen Wieſen findet, die einen mehr bindigen Boden haben, - ärdentlih zeigt ſich gleichwohl nicht ſelten auch in der Gerſte, und ver- >(0, rängt dieſe mit ſeinen ſich ausbreitenden ſteifen Seitenäſten. Sch eint Das Augsziehen dieſes Unkrauts iſt um ſo beſchwerlicher, da es FU er bet erſt dann recht ſichtbar wird, wenn die Gerſte bereits in Aehren Wt, ſviſ ſteht. Das Augsziehen deſſelben iſt aber um ſo nöthiger, weil D brechen, ſeine Samen, deren es eine beträchtliche Menge in runden Ta- 1: MEIN ſchen, in denen Fe, wenn ſie ſich der Neife nähern, bey einer ms dann Bewegung klappern, erzeugt, vor. der Gerſie reifen und ausfal- FF fon Nes len, und dadurch den Boden ganz außerordentlich verunreinigen.
194: Sayten.| Wenn die Gerſte ſehr geil wächſt, ſo iſt Lager zu befürch- 3m mit ten, und man muß dann zum Schröpfen mit der Senſe oder er 6(wfge mit der Sichel ſeine Zuflucht nehnien.;. Ehe man ſich jedoch da- ES ly u entſchließt, iſt ſorgfältige Ueberlegung nöthig, weil die Gerſte Sitzen ſeh! ey ihrer Schnellwüchſigkeit von einem unzeitigen Schröpfen mehr, ND Ezptt als eine andere Getreideart leidet, 3;; ES ſtimw- Bis zur Ausbildung der Aehren und Blüthen liebt die Gerſte Sit leich eine abwechſelnd feuchte, im Ganzen aber mehr kühle Witterung, S1, wil weil ſie dann ihre Wurzelbildung um ſo mehy vollendet, nicht 104) zu Üppig aufſchoßt, und indem die ſpät aufgegangenen Pflanzen : nachkommen, um ſo gleichwüchſiger wird. Bey der Ausbildung
“8| 190) der Aehren liebt ſie mehr feuchte und warme Witterung. Iſt es | 0 /h zu dieſer Zeit ſehr tro>en, ſo ſchlägt ſie auch beym beſten An- -.: 4 ſehen zurüFf. Während der Blürthe iſt ihr mehr tro>ne Witte- | M7| rung, damit die Befruchtung gehörig vor ſich gehen kann, an- Wh ift, gemeſſen. Bey der Augsbildung der Samen verlangt ſie abwech- j: 4 Gerſte,| ſelnde Feuchtigkeit, weil dieſelben bey ſehr tro>ner Witterung 4"69 klein und unvollfommen bleiben,; ji| Die Hauptkrankheit der Gerſte iſt der Flug- oder Staub- EE Votiod! brand, wogegen bisher noch kein Mittel erfunden worden iſt. ; py!" Obgleich dieſe Krankheit die Gerſte faſt alljährlich trifft, ſo iſt Bde/ ſie. doch nicht ſo allgemein, als der Brand beym Weizen, und - Fi verurſacht, auch wenn ſie ſich häufig findet, keinen ſehr bemerk- M0 lichen Ausfall im Ertrage. BE ls eim Auch ſtellen der Gerſte mehrere Inſecten nach, beſonders
0 eine Art Erdfloh(Chrysomela polygonum), und eine Art der Sind Schnake, auch Krautſchnake, Langfuß genannt(Tipula olera- RAUHEN cca). Man findet von den Larven dieſer Fliege oft mehr als m| Hundert in den Blaätiſcheiden eines Gerſtenhalms. Sie freſſen


