Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
28
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; 93 Anbau der Feldgewächſe. ſ:(320) 4. ; haben. In dem mehr gebundenen Boden müſſen die Saatkörnergad M | bey gleichen übrigen Verhältniſſen ſeichter, im lockern Bodenrhg AU aber tiefer kommen, Weil erſterer die erforderliche Feuchtigkeit feen | mehr erhält, dagegen die Wärme und Luft ſchwerer eindringen vin A 1 y läßt, und auch dieſer Boden dem Hervordringen des Keimesls 0 ZU 4 mehr SchwiSigkeiten entgegenſtellt, bey letzterem die oberflächliche ved I Feuchtigkeit ſich leicht verflüchtiget, und fich nur tiefer erhält,ws dagegen das Eindringen der Wärme und Luft leichter geſtattet nE) und dem Durchdringen des Keimes weniger Schwierigkeit ent-| zum vw gegenſteht. Bey denjenigen Gewächſen, welche keine Pfahlwur-weh, zel treiben, ſondern die Wurzeln.nur oberflächlich verbreiten, iſt(inn Ca beſonders in dem mehr loſen Boden eine tiefere Unterbringung| Oi" : des Samens nothwendig, weil die zu oberftächlich verbreiteten M Würzein den Pflanzen feinen. feſten Standpunct gewähren, wo-"3) durch dieſelben leicht umfallen und das ſv nachtheilige LagernI verurſacht wird. ü NANDONRA | Das Clima und die Jahreszeit, ſo wie die Witterung wäh: UREuN 8,7 rend ver Sgatzeit hat ebenfalls Einfluß auf das ſeichtere odex| m, 4 tiefere-Unterbrinden des Samens.' Je wärmer, trockner, vorzüg-| ue i 4 lich aber windiger das Clima iſt, je tiefer muß, unter übrigens| Cim 1 X gleichen Verhältniſſen, die Saat untergebracht werden. Näſſe UN AD S; und kalte Witterung erfordert ein ſeichtes'; 3rockne, heiße Zeit ein 08.10008 11S7 tieferes Unterbringen. des Samens. Im Frühlinge kann es oft |: gerarthen ſeyn, die Saat etwas tiefer unterzubringen, während ' die Herbſtfaat bey gleichen übrigen Verhältniſſen immer ſeichter| Wdiw,.N j gelegt werden muß. Hiernach. muß man ſich bey der Unterbrin-| m Ni (M7 gung. der Sqat richten, jedoch Extreme vermeiden und unter| um, 4 allen 1Imſtänden lieber die Saat etwas flächer, als tiefer unter-| mMn M bringen. Beſonders iſt bey kleinen Sämereyen die größte Vore| Wün it y ſicht möthig, weil ſie leicht viel zu tief/'mit Erde überde>t wer-/ PWildre .| den können. Eine flache Unterbringung der Saat nennt man jene,| deinen geht WB die mr mit einer ein viertel oder halben Zoll dicken Erdſchicht| A Werd 4 bedec>!: iſt; eine mitteltiefe Saat, wo'die Erddecke einen: bis an-|(0, bie mi j dertha lb Zoll di> iſt; und eine tiefe Saat jene, die von gndert-| Wh ieweber | halb lis drey Zoll und darüber in die Liefe geht. 8 voburdh das Tie Unterbringung der Saat erfolgt. durch Untereggen des Oude Samens," wobey auch die Walze in Anwendung kommt, durch Mela : das Unterpflügen mit den gewöhnlichen Pflügen, durch das Un- NN terbringen mit.- dem Schaufelpfluge, vder mit andern Ma-| 4,244

ſchinen.

,*Bermittelſt der Egge erfolgt die flache Unterbringung des breiitvürfig augsgeſtreuten Samens, und man hat es in ſeiner Gewalt, ihn tiefer unterzubringen, indem /man den Samen auf die rauhe Pflugfurche ausſtreuet, und ihn mit ſchweren Eggen ix.- mit'mehrern Strichen untereggt z oder ihn flacher unterzubrin- | gen, wenn man denA>er mit der Egge erſt ebnet; dann den Samen äusſtreuet und ihn nur mit einem Striche untereggt, und leichtere Eggen in Anwendung bringt, Bey ganz feinen Säm ereyen wendet man zum Theil die Egge nur dann an, wenn dieſe ibe mit Dornen durchflöchten iſt, wodurch der Samen am wenigſten bedeckt wird.- Yüch wendet man bey kleinen Säme-- reyein nur die Walze an, wo der Samen auf: den vorher ge- eggten Boden ausgeſtreut und durch den Druck derſelben leicht bedoickt wird, Wenn der Boden ſehr kloßig iſt, und die Klöße|

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