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4. AbſHOHn. Januar,
(319) kleiner bleiben. Man muß daher bey einer frühern Saat dün«= ner, bey einer ſpätern dichter ſäen.
h) Dä die Pflanzen in ihrer früheſten Jugend verſchiedenen widrigen äußern Verhältniſſen mehr oder weniger zu Wwiderſtes hen vermögen, denſelben unter manchen Umſtänden mehr oder weniger unterworfen ſind, ſo wie auch nach der mannichfaltigen brtlichen Verſchiedenheit, die auf die jungen Pflanzen nachrheilig einwirkenden Berhältniſſe vermehrt oder vermindert ſind, ſo iſt hierauf bey der Quantität der Ausſaat beſondere Rückſicht zu nehmen, welches in Betracht dieſer Verhältniſſe wird bald ver- ſtärkt, bald vermindert werden müſſen, wenn man den nöthigen Beſtand von Pflanzen erreichen will,
Hiernach wird der verſtändige Landwirth ſich hauptſächlich bey der Bermehrung oder Verminderung ſeiner Ausſaat richten, und ſeine beſondere Aufmerkſamkeit auf ein gerechtes Maaß der Einſagt nach ſeinen Verhältniſſen verwenden, indem ſowohl das zu Viel, wegen Verſchwendung des Samens, zu koſtſpielig iſt, und ein zu dichter Stand der Pflanzen ihre vollkommne Aus- bildung hindert, als auch das zu Wenig den Nachtheil gewährt, das der Boden nicht den Ertrag giebt, den er geben könnte, und ein großer Theil der Pflanzen nährenden Materie den nichts nüßenden Unträutern zu gute kommt. Da jedoch eine vollfommen genaue Ausmittelung des gerechten Ausſaatmaaßes immer ſehr ſchwierig iſt, ſs wird der Landwirth unter allen Ver- Hältniſſen immer beſſer fahren, wenn er etwas zu wenig, als zu viel Samen verwendet.
Die Vollendung des Saatgeſchäfts iſt die Unterbringung des Samens. Jedes Saatkorn muß, wenn der getriebene Keim fortwachſen ſoll, eine Bedeckung von Erde haben, unter welcher De>e die hauptſächlichſten Bedingungen des erſten Wachsthu- mes der Pflanzen, Waſſer, Wärme und Luft, ſo lange auf den Keim in einem ſchilichen Maaße einwirken, bis die junge Pflanze ſich ſowohl über, als unter der Erde genügend entfaltet hat, und dadurch vor dem Verderben geſchützt iſt. Der ober- flächlich ausgeſtreute Samen keimt zwar bey günſtiger Witte- rung, verdorrt jeddch bey trocknem Wetter, weil ſeine ausg.etrie- benen. Wurzeln noch zu wenig tief eindringen konnten, ura vor dem Austrocknen geſchüßt zu ſeyn. Die Samen der verſidiede- nen Gewächſe müſſen- nach Verſchiedenheit ihres Bedarfs an Feuchtigkeit und Wärme ,'nach Verſchiedenheit des Bodens, nach der Saatzeit, und nach ihrer größern oder geringern Kraft, den Kein durch die Bedeckung durchzutreiben, bald mehr, bald weniger tief in die Erde kommen,'wenn ſie ſo ſchleunig als möglich feimen und fortwachſen ſollen. Iſt die Bede>ung zu ſtark, ſo verhindert der geringe Zutritt der Wärme und der Luft das Keimen, oder erſchwert das Hervordringen des Blattes; it fie ZU ſchwach, ſo verdorrt die junge Pflanze aus Mangel an Feudytig= Feit, vder wird leicht durch Wind und Sturm von der zu leichten Bedc>ung entblößt, oder ihre Wurzeln werden durch den SFroſt empvrgehoben und dem Verderben„preis' gegeben. Ein allge- meiner Grundſatz iſt es, daß große Samenkörner bey gleichen Berhältniſſen tiefer kommen müſſen, als- kleinere, weil ſie rnehr Seuchtigkeit bedürfen, als dieſe, und einen ſtärkern Keimt-rieb
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