26 Anbau der Feldgewächſe.
(313)|„M Weib ſo kann die Ansfaat dünner gemacht werden, wogegen ſie ver-|„wenn ſtärkt“ werden muß, je nachdem mehr oder weniger ſchwächliche|„an Samen darunter ſind. Die Samen deſſelben Gewächſes ſind 19040 größer oder kleiner, ohne daß die Verſchiedenheit der Größe einen NH Einfluß auf die Voxtkommenheit behauptet/ und man wird an MENG kleinen Samen ein geringeres Maas der Ausſaat bedürfen, als ME an größern.| NE
d) Da der Erfolg der Saat hauptſächlich von der günſtigen DOEN Witterung, welche die Pflanzen zu ihrer erſten Entwickelung be- In M dürfen, beſonders von einem gerechten Feuchtigkeitszuſtande des N hal! Bodens abhängt, ſo wird man bey dem Ausſaatimaaße ſehr 444 Rückſicht auf dieſelbe nehmen und daſſelbe bey nicht günſtiger vpm Witterung, wo viele Samen an der Entwiikeiung des Keimes Oierad gehindert werden, verſtärkten müſſen, bey vollkommen günſtiger hy dV Witterung es dagegen vermindern können. und eme t
e) Auch bey der ſorgfältigſten und gleichmäßigſten Bearbei- CR kung wird derſelbe Boden, in Folge einwirkender PUmitände,* zu Bl nicht immer einen gleichmäßigen Grad der Gaare und Reinheit unde erlangen, ſo wie die Beſchaffenheit des Bodens ſelbſt auch vft| Wuym von: der Art iſt, daß er ſelbſt bey der ſorgſältigſten Bearbeitung| Wah nie ganz klar wird, und es wird dadurch die Keimung und An-| M) wurzelung der Pflanzen mehr oder weniger begünſtigt, wonach|| nd Nhe das Maaß der Ausſaat verſtärkt oder vermindert werden muß,|, MEN ' FF) Je kraftvoller der Boden iſt, eine um ſv größere Menge MK von Pflanzen nährender Materie: hat derſelbe, und je mehr die| An Pflanzenwurzeln davon einſaugen können, um ſo voilkommner| inl und raumfüllender werden die Pflanzen, und um ſo mehr er-|"WVC folgt bey denen, welche der Beſtaudung fähig ſind, dieſelbe;) des Gamen: iim umgekehrten Falle wachſen die Pflanzen dagegen ſchmächti-| foam ger, werden minder vollfommen und raumfüllend. Es iſt| Nodh alſo ſehr natürlich, daß ein kräftiger Boden dünner beſäet wer-| wih den müſſe, weil jede einzelne Pflanze, und beſonders bey denen,| fin it eh die ſich beſtocken, einen größern Raum füllt, wogegen ein min-| Wut ſh4/ der kraftvoller Boden ſtärker beſäet werden muß, weil jede ein-| Wdh elne Pflanze kleiner und ſchmächtiger bleibt, und eine mindere| fühlich aus; Bof UDng erfolgt, und auch durch die dichtere Saat das Wu-|"verden <ern des Unfrautes mehr gehindert wird, dem ſchwächliche| bm Dur Pflanzen mehr unterworfen ſind, als ſtarke. Es iſt daher ein Vn Mötrof Üriger Grundſaß, den viele Landwirthe hegen, und der in vielen| 10 Meni
Gegenden befolgt wird, einen krafrvollen Boden, weil er viel zu tragen vermag, ſtark, und einen magern Boden, weil er nicht viel zu tragen vermag, dünn zu beſäen, der ganz natur: widrig iſt.
g) Die Zeit, in welcher die Saat gemacht wird, hat auf die künftige Größe und Ausbildung der Pflanzen einen ſehr gro- ßen Einfluß, indem nämlich, ſowohl bey den Sommexr-, als Win-= terſäaten, wenn ſie zeitig erfolgt ſind, den Pflanzen bis zu derjenigen Jahreszeit, wo ihr Trieb zum Schoſſen eintritt, ein längerer Zeitraum zur vollfommnen Entwickelung und Erſtar- kung ihrer Wurzeln und Blätter übrig bleibt, und ſie mithin vvilkommner werden; wogegen bey einer ſpätern Saat der Zeitz| raum bis dahin kleiner iſt, und daher vermöge der geringern Wilihiſy Wurzel= und Blätterausbildung vor der Schoßzeit, die Pflanzen| Autiigher:


