Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
25
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- 4. Abſchn." Januar,

(317)

a) aus der Beſchaffenheit der Gewächſe,

b) aus der Art und Weiſe der Vertheilung des SamenL,

c) aus der Güte und Beſchaffenheit des Samens,

d) aus der günſtigern oder ungünſtigern Witterung während der Saat,

e) aus der größern vder geringern Gaare und Neinheit des Bodens,

f) aus der Kraft des Bodens,

gs) aus der frühern oder ſpätern Sqatzeit, und

h) darqus, ob die Pflanzen, ſowohl nach ihrer Beſchaffenheit ſelbſt, als auch nach der Beſchaffenheit der äußern ungün= ſtig einwirkenden Verhältniſſe in. ihrer Jugend mehr oder weniger dem Verderben unterworfen ſind.

a) Jede Pflanze bedarf, wenn ſie ſich vollkommen entwickeln

ſoll, einen angemeſſenen Raum für ihre Wurzeln, Blätter und

Aeſte, und die Anzahl der auszuſireuenden Samenkörner hängt da-

her von dem Umfange ab, weldje jede einzelne daraus erwachſende

Pflanze zur Entwickelung ihrer Wurzeln, Aeſte und Blätter, unifer den aegebenen Verhäliniſſen wthwendig hat. Man hat über das Maaß der Einſgat auf eine beſtimmte Fläche, bey je= dem Feldgewächs, gewiſſe allgemeine Beſtimmungen, welche ſich hiernach richten.

b) Die Art und- Weiſe der Vertheilung des Samets hat auß. die:Beſtimmung des Ausſaatmaßes einen entſchiedenen ECin- fluß. Wo die Samenkörner in eine angemeſſene Tiefe mittelſt der Hand gelegt, oder geſteckt, und Wo dieſelben bey der Reihen- ſaat in Rinnen vertheilt werden, die eine erforderliche und ge- naue Ueberdeckung des Samens zulaſſen, da iſt man ſicher, daß jeder lebendige Same auch eine Pflanze liefert, weil er dadurch in die zwe>dmäßigſte Lage verſeßt iſt, in"der er keimen und her- vorwachſen kann, und man wird da, da man die gleichmäßige Vertheilung des Sämens mehr- in ſeiner Gewalt hat, ungleich weniger Raum bedürfen. Dagegen bedarf man bey der breitwür- figen Saat eine ungleich größere Quantität an Samen, als nöthig wäre, wenn aus jedem Samen ein vollfommenerx Keim hervorginge, damit das Feld hinlänglich mit Pflanzen be- ſet ſey, weil durch das breitwürfige Ausſtreuen des Samens, auch bey der größten Geſchicklichkeit, eine ſv gleichmäßige Ver- theilung deſſelben, daß nur ſoxviel auf einen beſtimmren Raum xomme, als nöthig ſey, nicht zu bemerken iſt, und bey der Un- torbringung der breitwürfigen Saat mittelſt der Egge viele Sqa- men. oberflächlich liegen bleiben, und wegen Mangel an Fetch- tiakeit nicht keimen: können, oder von den Vögeln verzehrt wer= den, vermittelſt des Unterackerns aber eine eben ſo große Anzahl derſelben ſo vergraben werden, daß ſie gar nicht keimen, oder ſchwächliche, bald abſterbende Pflanzen liefern. Man muß da- her bey der breitwürfigen Saat ſo di ſäen, daß nicht leicht eine Stelle zu dünn befallen werde, und dann die Verdünnung der überflüſſigen Pflanzen der Natur überlaſſen, oder den Ueberfluß in der Folge wegnehmen.

- ec) Die Güte und Beſchaffenheit des Samens hat auch Einfluß auf das Maaß der Einſaat. Sind alle Samen geſund und vollkommen, ſo daß jeder derſelben eine Pflanze liefern kann-