Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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14. Abſc<n. Januar.

(321) ſehr hart ſind, ſo wird der Zwe>, den Samen durch die Egge unterzubringen, oft nicht erfüllt, indem dieſelbe die Klöße nicht zu zerkleinern und den Samen nicht zu bedecken vermag. In dieſem Fall muß die Walze, welche die Klöße zerdrückt, ebeu- falls zu Hülfe genommen werden, oder man muß.auf eine au- derweitige Unterbringung des Samens bedacht ſeyn? Die Egge erfüllt den Zweck, den Samen unterzubringen, nicht ganz voll- kommen, ſondern es bleiben, auch bey dem ſorgfältigſten, Eggen immer viele Samen unbedecet, und ſie erfüllt den Zweck um ſo weniger, je größer und runder die Samen ſind. Bey den- jenigen Samen, welche eine tiefe und vollkommene Bede>ung mit Erde verlangen, iſt daher die Egge nicht vortheilhaft an- wendbar.

Beym Unterpflügen mit dem gewöhnlichen Pfluge erhält der breitwürfig ausgeſtreute Samen eine ſtärkere und vvilſtändigere Bedeckung mit Erde, und je nachdem ſeichter oder tiefer gepflügt wird, eine ſchwächere, oder ſtärkere. Das Unterpflügen iſt be- ſonders im leichten Boden-bey trockenem Wetter und warmem Clima, und bey rundem und größerem Samen, der eine tiefere und vollkommnere Bede>ung mit Erde verlangt, in Anwendung zu bringen. Derjenige Acker, wo die Saat uutergepflügt wird, muß möglichſt gelo>ert ſeyn, und man muß dabey die Vorſicht brauchen, nur ſchmale Streifen zu pflügen. Auch iſt dabey zu beachten, daß der Boden nicht zu feucht und ſchmierig ſey. Um das Ausſäen dex Furchen, welches das Maaß der Ausſgat vermehrt, zu vermeiden, muß man keine Beete pflügen, und den Pflug mit beweglichem Streichbrett anwenden. Das Unter- pflügen iſt auch mit dem Nachtheil verbunden, daß ein großer Theil der Saat mit einer zu hohen Erdſchicht überdeckt, und am Keimen, gehindert wird; auch werden die Körner in den Furchen zu Übermäaßig gehäuft, und kommen dadurch in Reihen zU kie- gen, die mit den Erdſtreifen gleiche Breite haben, zwiſchen ve- nen entweder gar keine, oder nur wenig Pflanzen ſich befinden, wodurch das Wüchern des Unkrauts befördert wird.

Zwecmäßiger, als mit der Egge und dem Yfiuge, wird die breitwürfige Saat mit dem Schaufelpfluge untergebracht 3; venn da dieſes Werkzeug ein Mittelding zwiſchen diefen beiden iſt, ſv kann man vermittelſt deſſelben die Saat tiefer und gleichfor- miger und mit minderer Mühe mit Erde bedecken, als dieß mit ver Egge möglich iſt, ohne daß damit die Nachtheile verbunden find, welche das Unterpflügen begleiten,

ZU denjenigen beſondern Maſchinen,' mit welchen man die Sgat unterbringt, gehören beſonders diejenigen Säaemaſc<hinen, welche den Samen ausſtreuen und auch zugleich zu einer be- ſtimmten Tiefe unterbringen. Die Saat erfolgt da gewöhnlich in Reihen. Weil durch dieſe Maſchinenſaat jedes Korn in eine ſolche Lage verſezt wird, daß es gewiß zum Keimen kommen kann, wenn es anders keimfabig iſt, ſo wird durch dieſelben die Unterbringung der Saat unſtreitig am vollkommenſten erfüllt. Ihre Anwendung kann jedoch nur in einem ſehr gelockerten und von Steinen und Unkraut gereinigten Boden Statt finden, ja ſelbſt eim etwas zu feuchter Zuſtand. der Erde verhindert: ihre Anwendung,

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