Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
23
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Abſchn, Januar, 315)

vor dem Winter. ſchon bis zu einem gewiſſen Grade(0004 ſeyn, werden daher im Sommer vder, Herbſt geſäet, und vollen- den, je nachdem ſie eine längere oder kürzere Zeit zu ihrer Aus- bildung QFDLAU DER ihr Wachsthum im folgenden, vder den nächſtfolgenden Jahren. Die letzteren müſſen im Frühjahre ge- ſäet werden, und. erlangen ihre Vollkommenheit und Reife noch im laufenden Jahre. Auße erdem giebt es noch perennirende Ge- wächſe, deven Wurzeln viele Jahre augdauern und immer wie- ver neue Pflanzen treiben, von denen einige eben ſv gut im Frühjahre, als im Herbſt geſäet werden können.

Der Erfolg der Saat hängt ſehr oft von einem glücklichen Treffen des günſtigen Moments in denjenigen Perioden ab, wo die Saat erfolgen muß. Dieſer Moment zu einer günſtigen Saat wird durch die Natur der verſchiedenen Gewächſe bedingt, in wiefern ſie einen trocknern oder wärmern over feuchtern Zuſtand des Bodens und. der Atmoſphäre bey ihrer erſten Ent- WIENUNg lieben. Hierbey iſt aber auf die künftige Witterung während der Vegetationsperiode Rückſicht zu nehmen, welche der Landwirth zwar nicht mit Beſtimmtheit, aber doch mit IWahrſcheinlichkeit vorherſehen kann. Man darf jedoch in dieſer Hinſicht nicht zu ängſtlich ſeyn,"und es iſt ſchon viel für das Gerathen der Gewächſe gewonnen, wenn man den rechten Zeit: punct ihrer!A lusſaat in. der Hinſicht getroffen" hat, welche zu ibrex erjten Ausbildung am günſtigſten iſt. Im Allgemeinen halt man dafür, und die Erfahrung beftätiget es auch in den meiſten Fällen, daß bey allen Saaten die frühere Saat in der NIC wenn die Umſiände günſtig für ſie ſind,- ſicherer iſt, als die ſpätere,

Die Samen der Gewächſe werden entweder in den Boden gebracht, worin ſie beſtimmtſind ſich vollkommen zu IEE Oder ſie werden an einen andern Ort geſäet, und werden dann in ihrem entfalteten Zuſtande, als junge Pflanzen, in den Bo- den überſeßt, wo ſie ihre Ausgbildung vollenden ſollen. Lebteres geſchieht gewöhnlich bey ſolchen Sommergewächſen, welche, gegen die Kälte empfindlich, einen längern Zeitpunct zu ihrer Ausbildung verlangen, als die warme Periode in unſerem Clima dauert, und ſie müſſen daher, wenn ſie ihr Wachgsthum in die- ſer Periode vollenden ſollen, bis zu dem Zeitpuncte, wo ſie, ohne Gefahr, der Witterung gänzlich ausgeſezt werden können, ſchon einen beſtimmten Grad der Enuifelung erreicht haben, was nur durch einen beſondern Schutz. vor der Kälte erfolgen kann. Die: Samen dieſer Gewächſe Hr dader in beſonderen Pflan- zen- oder Miſtbee:en erzogen, wo ſie voy der'Gefahr der Witterung geſchützt ſind. Aber auch ſolche Pflanzen, die weite Zwiſchen- raume bedürfen, langſam wachſen, und im erſten Jahre bloß Blätter und Wurz eln entwickeln, werden ebenfalls auf Samen- beeten erzogen, und im erwachſenen Zuſtande in die Aecter Überſetzt, wenn ſie auch im jugendlichen ZUſtanDe die Kälte vey- tragen, wodurch der ZIG entſpringt, daß das Beha>en und Täten vermindert, mithin Arbeit erſpart wird 3; daß man den Boden um. ſo beſſer zurichten, und man denſelben unter(190: <en Umſtänden noch zu einer Vorfrucht benüben kann. Da dieſe Pflanzen einen beſtimmten Grad der Entwickelung nicht überſchritten haben dürfen, wenn ſie zum Ueberſezen oder Ver-