Anbau der Feldgewächſe, (344)|: k keine Krankheiten, wozu oft die Anlage im Samen liegt, ent- ehen.>;
15 Zur Beförderung eines ſchnellern und kräftigern Wachs- thums der Pflanzen, und zur Verhütung mancher Krankheiten, pflegen Landwirthe den Samen mit verſchiedenen Sachen einzu- weichen(Imprägmiren), und man gebraucht dazu Mancherley und hat Vielerley als ganz vorzüglich empfohlen; allein es wird dadurch offenbar die Keimkraft überreizt, und die Wirkung da- von iſt den jungen Pflanzen nicht günſtig, indem ſie ſchwächlich und kränklich davon werden, Das Einquellen des Samens, wo- durch ein ſchnelles Keimen"befördert wird, iſt bey manchen Samen und unter manchen Umſtänden nüblich; bey trocknem Wetter, und wenn das Land zu ſehr ausgedörrt iſt, iſt es jedoch ſchädlich.;:
Man wendet auch mancherley Manipulationen bey dem Sq2 men an, um denſelben zu verbeſſern, welche zum Theil ſich auch auf ſeine: Aufbewahrungsart, zum Theil auf manche mit ihm vorzunehmende Vorrichtungen begründen, von denen die Erfah- rung zum Theil lehrt, daß ſie nicht ganz UnzweEbmäßig ſind,
Bey denjenigen Gewächſen, welche nicht durch den Samen, ſondern durch Wurzeln u. ſ. w. fortgepflanzt werden, kommt es eben ſowohl, wie bey denjenigen, die durch Samen fortgepflanzt werden, darauf an, daß diejenigen Theile, durch welche die Fortpflanzung erfolgt, die, nach ihrer verſchiedenen Beſchaffen- beit erforderliche Vollkommenheit haben müſſen,. wenn voll- kommne Pflanzen aus ihnen hervorwachſen ſollen. Ob eine Er- neuerung durch den Samen dieſe Gewächſe nicht vor Ausartung ſchützen und verbeſſern könnte, darüber hat man noch zu wenig ein genaues Reſultat gebende Verſuche und Erfahrungen; aus: gemacht iſt es jedoch"daß ſie durch die Vollkommenheit derjeni- gen Theile, durch die ſie förtgepflanzt werden, eben ſo verpoll- Tommnet werden können, als andere Gewächſe durch vollfomm- nen Samen, ſo wie, daß ſie unter manchen Verhältniſſen aus- arten und eine Erneuerung ihrer fortpflanzenden Theile nothig iſt. Dieſe Sewächſe haben die Eigenthümlichfkeit, daß ſie, wenn ſie durch Samen fortgepflanzt werden, eine längere Zeit zu ihrer vollkfommnen Aushbildung bedürfen, als wenn ſie auf die gebräuchliche Weiſe fortgepflanzt werden, was auch die Haupt: Urſache der letztern iſt,;
Von der Saak.
Wenn der Boden erforderlich zugerichtet iſt, ſv iſt die Vor- arbeit, welche die Pflanzencultur erheiſcht, vollendet, und es ex- folgt nun die Saat, durch welche der Samen, oder die fort- pflanzenden Theile, der Erde anvertraut werden, um zU ſeiner Zeit die möglichſt reiche Erndte zu erhalten.
Die verſchiedenen Gewächſe bedürfen nicht nur einer längern oder kürzern Zeit zu ihrer vollkommnen Ausbildung, ſondern ſie haben auch eine längere oder fürzere Perivde, in welcher ſie geſäet werden können, wenn ſie zur vollkommnen Reife gelan- gen ſollen, Es muß daher bey der Saat zuvörderſt die Zeit der Ausſaat in Betracht gezogen werden. Man theilt die Feldge- wächſe in Winter- und Sommergewächſe.? erſteren müſſen
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