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Anbau der Feldgewächſfe, (312). herrſchenden ſind, weil die verſchiedenen Gewächſe durch das U&- kraut mehr oder weniger beeinträchtigt werden, und manche Un- kräuter manche Gewächſe gänzlich vertilgen,|;
Die Zurichtung des Bodens,* d. h. ſeine Bearbeitung, die Düngung, ſo wie die Form, in welcher er bearbeitet feyn muß, um ſowohl zur Aufnahme der Feldgewächſe geeignet zu ſeyn, als auch um dieſelben vollkommen ausbilden zu können, iſt bey der Pflanzencultur ein vorzüglich in Betracht zu ziehender Gegen- ſtand,. Jeder verſchiedene Boden muß wach der Beſchaffenheit des anzubauenden Gewächſes, wenn dieſes die vollrommenſte Ausbildtung erhalten ſoll, beſonders zugerichtet ſeyn z und da die Saatzeit der verſchiedenen Gewächſe in verſchiedene Zeiten fällt, ſo' muß auch. die Zeit, in welcher die Zurichtung des Bodens vollendet ſeyn muß, um das Gewächs aufnehmen zu können, berückſichtigt werden,
Platz im Feldbau und Fruchtfolge.
Da der. Feldbau ſich auf die Yusüvung eines beſtimmten Wirthſchaftsſyſtems begründet, welches eine beſtimmte Ordnung im Anbau der Feldgewächſe, wie ſie auf einem beſtimmten Felde hinter einander folgen müſſen, bedingt, ſo iſt die Natur des Ge- wächſes zu beachten, in wiefern es die Statt findende Ordnung, ohne diejelbe zu ſtören, aufgenommen werden kann, wodurch ſein Plaß im Feldbau beſtimint wird.
Die Erfahrung lehrt,!daß manche Feldgewächſe nicht gera- then, wenn ſie unmittelbar nach gewiſſen Gewächſen folgen, wo- gegen das unmittelbare Folgen nach andern Gewächſen ihnen ſehr günſtig iſt; ſo wie auch manche Gewächſe auf mehrere nach- folgende eine nachiheilige Wirkung äußern. Das Folgen der Ge- wächſe auf einander in dieſer Hintſicht, ſo wie in Folge des Statt findenden Wirthſchaftsſyſtems, iſt zwar der Gegenſtand der Haus- haltungskunde, wo die Lehre vom Fruchtwechſel das Nähere im Allgemeinen enthält; es iſt jedoch nöthig, daß ſich auf die ein- zelnen Gewächſe ſpeciell Beziehende hier in Erwägung zu ziehen, und bey jedem Gewächs ſowoßhl diejenigen anzuführen, welche als Vorfrucht voriheilhaft wirten, als auch diejenigen, welche eine nachtheilige Wirkung äußern.
. Vom Satnen.
Die urſprüngliche Entſtehung aller Gewächſe iſt aus Satnen erfolgt, und die meiſten Feldgewächſe werden durch dieſen fort- gepflanzt, Die Natur hat aber einigen Gewächſen das Verms- gen gegeben, ſich auch auf andere Weiſe zu vermehren, als durch Wurzeltriebe, Kyospen, 3wiebeln, Knollen u. ſ,. w., und-unter den Feldgewächſen ſind mehrere, welche auf dieſe Weiſe fortge: dfläanzt werden.
Der. Same ſowohl, als diejenigen andern Theile, durch wel- <e die Fortpflanzung der Feldgewächſe erfolgt, ſind bey ihrer Cultur der Gegenſtand-von der größten Wichtigkeit, weil von
ihrer Güte und Vollkommenheit die des erzeugten Gewächſes
abhangt, und es iſt daher nothig, die vollrommenſien derſelben
zur Fortpflanzung zu wählen,
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