Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
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Cinleitung,

(309) zucht oder Feldgewächsbau der Hauptgegenſtand iſt, durch den der Landwirth den höchſten Gewinn zu erreichen vermögend ſeyn wird, wird dieſe Einrichtung ſehr verſchiedentlich beſtimmt. Die Einrichtungen, weiche man die Ackerſyſteme nennt, ſind daher ſehr mannichfaltig. Wir verweiſen aber deßhalb auf den Ab- ſchnitt: die Haushaltungskunde, wo das Nahere äusfährlid) enthalten iſt.

Da die verſchiedenen Ackerbauſyſteme auf beſtiimmten Grund- ſäßen und Reaeln berühen, von denen im Allgemeinen nicht vder wenigſtens nur allmählig, nach geſchehenen Vorvereitungen, abgewichen werden kann/ ſv behaupten ſie nach ihrer Verſchie- denheit bald einen beſchränktern, bald einen erweiterten Einfluß auf die Wahl der Feldfrüchte zum Anbau. Wenn daher der Landwirth nicht den ganzen Zuſammenhang ſeiner wirthſchaftli- <en Verbältniſſe ſtören will, ſv wird er nur immer die dem Ackerbauſyſteme angemeſſenen Feldgewächſe bauen können, und zu einer neuen zweckmäßigen Wahl derſelben, die den Gewinn vom Feldgewächsbau erhöht, nur nach ſorgfältig geprüften, vor- hergegangenen Einrichtungen ſchreiten können.

Berückſichtigung des Reinertrags, den die Feldgewächfe gewähren, und Erwägung der mercantiliſchen Bet- haltniſſe:

Jeder Boden hat nach ſeiner natürlichen Beſchaffenheit und verſchiedenen äußern Verhältniſſen, als nach dem örtlicen ZU- ſtande der Cultur und der größern oder geringern Bevölterung, einen gewiſſen Geldiverth. Cben ſo erfordert die Zubereitung des Bodens für. die Production, ſo wie die"Gewinnung derſel- ben, die Anwendung von Menſchen- und Thierkraften, die durch Geld oder Geldeswerth bezahlt werden müſſen.- Aus beiden Umſtänden entſteht für den Landwirch die Nothwendigkeit, nach möglichſt hohem und nachhaltigem Geldertrage ſeines Feldbaues zu ſtreben, damit er nicht nur die Verzinſung"des Gapitalwer- thes ſeines Bodens und der Betriebskoſten der Production de- Fen, ſondern auch einen gerechten Lohn für Rifico und Anſtren- gung ſeiner Kräfte erringen kann. Es kommt daher bey der Wahl der Feldgewächſe zum Anvau, nächſt den angeführten Um- ftänden, auch hauptſächlich auf ihr Reinertragsverhältniß an. In wiefern ſich die verſchiedenen Gewächſe in Hinſicht ihres

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Reinerträgsverhältniſſes verhalten, darüber läßt ſich zwar, da dieß nach Zeit und Umſtänden ſehr verſchieden iſt, nichts Genaues beſtimmen ,/ weil hierbey auch die mercantiliſchen Veryälmiſſe in Betracht gezogen werden müſſen, durch welche das MReinevtrags- verhältniß der verſchiedenen Gewächſe ſehr mannichfaltig- modi- ficirt wird; allein wir werden es in der Folge bey jedem einzel- nen Gewächs foviel als möglich zu ermitteln ſuchen, und ver- weiſen- daher auf eine Vergleichung der verſchiedenen Feldge- wächſe in dieſer Hinſicht. Das Nähere über die mercantikiſchen Verhältniſſe enthält die Haushältungskunde. Da fie ſich jedoc nur im Allgemeinen darüber erſirecken kann;. ſo iſt es nothwen dig, das Specielle, was auf die verſchiedenen Gewächſe Bezie: hung hat, beſonders anzuführen, was gudd) bey jedem Gewächs erfolgen wird,;

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