Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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Cinleitung.

'(307) mehreren derſelben ein nahrhäfteres Futter geben, beträgen- in Bergleich ihrer übrigen Subſtanz, nur ſehr wenig als Erſaß, Am hauptſächlichſten werden aber dieſe Sewächſe zu Futter ge:

bäutz; und wenn alle ihre Beſtandtheile dem Düngerhaufen zu Gute kommen, ſo beträgt der von ihnen gewonnene Dünger ſehr beträchtlich mehr/ als nöthig iſt, die entnommene Bodenz- kraft zu erſetzen,

Die Handelsgewsä< ſe ſind ihrer Natur nach ſehr ver- ſchieden, indem ſie entweder ein größeres oder geringeres Blatt- organ haben, vermöge deſſen ſie mehr oder weniger Nahrung aus der Atmoſphäre ziehen, als auch, indem ſie nach ihrer Aberndtung dem Boden mehr vder weniger an Rückſtänden zU- rücklaſſen, und je nachdem alle ihre Beſtandtheile, oder nur ein Theil derſelben verkauft werden, und ſie mithin mehr oder we- niger Düngermaterial geben. Auch find ſie in fofern ſehr verſchie: den, indem ſie zu ihrer Ausbildung an und für fich die Boden- kraft in- einem höheren oder geringeren Grade erſchöpfen, Im Allgemeinen känn man annehmen, daß ſie alle die Bodenkraft ſehr beträchtlich erſchöpfen, dagegen nur ſehr wenig durch Rücke ſtände nach ihrer Aberndtung und durch Düngermaterial zurück- geben, und daher bey der Wahl ihres Anbaues ein beträchtliches Düngerverhältniß vorausſeten. Wie ſie ſich in dicſe Hinſicht zu den Getreidearten verhalten, werden wir in der Folge, wenn von dem Anbau, jeder dieſer Gewächſe ſpeciell abgehandelt werz den wird, nach ihrex Beſchaffenheit zu ermitteln ſuchen,

Nächſtdem, in wiefern die Feldgewächſe die Bodenkraft er2 ſchöpfen, und das Entnommene zurückerſtatten, iſt aber auch noch ihre Natur in der Hinſicht zu berückſichtigen, ob ſie ohne eine friſche Düngung, oder nur in friſcher Düngung gebaut werden können. Manche Feldgewächſe, und beſonders ein gro- ßer Theil der Handelsgewächſe, gedeihen wohl in einem ſehr kraftvollen Boden; allein ſie werden vollfommner, wenn ſie friz ſche Düngung erhalten, wodurch die Triebfähigkeit des Bodens verſtärkt wird, ohne deßhalb denſelben mehr zu erſchöpfen, Bez ſonders iſt dieß bey denjenigen Gewächſen der Fall, die aus ſüd- lichen Climaten ſtammen. Es wird in der Folge das ſich hier: auf Beziehende bey jedem einzelnen Gewächs angeführt werden,

Die Arbeitskräfte,

Manche Feldgewächſe verlangen einen aufs ſorgfältigſte ges Yulverten und gelockerten und von Unkraut gereinigten Boden, indem ihre zarten Keime nur in dieſem! Wurzeln ſchlagen kön2 nen, und das Unkraut ſie ſehr bald überwältigen und unterdrü- den würde; wogegen andere einen ſtärkern Keim und größere Kraft haben, Wurzeln in den Boden einzuſchlagen; der daher minder gelockert ſeyn darf, ſo wle ſie auch ein ſo Überaus fräf- tiges Wachsthum haben, daß ſie das Unkraut. überwachſen und Unterdrücken. Mehrere bedürfen, wenn ſie einmal geſäet ſind, keiner weitern Behandlung bis zur Erndte, ſondern ſie bleiben ſich während des Wachsthums ſelbſt überlaſſen, wogegen an- ere, während ihres Wachsthums, einer vielfältigen Behands lung,'als öfterex LoFerung des Bodens, mehrmaliger Rus]&e tung des Unkrautes, ſo wie mancherley Arbeiten an den Pflan=

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