Bau der Feldfrüchte,
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( 2 Hülſenfrüchte haben einen faftigen Stängel oder Ranken mit aroßen und vielen Blättern, die mehr rauh ſind, und ſv lange grün und thätig bleiben, bis das Gewächs den Samen ausgebildet hat. Ihre Samen ſind noch nahrhafter, als die des Getreides, und man nimmt an, daß ſie das Nahrhafte- fte ſind, was die Natur in Hinſicht der Pflanzen zu erzeugen vermag. Sie ſaugen vermöge ihres Blattorganes einen großen ME Theil ihrer Nahrung aus der Atmoſphäre, und ſcheinen beſon- 3 Aut ders auch viel Waſſer zu ihrer Orgamſation aufzunehmen. Sie(5.200 erſchöpfen daher den Boden minder, als Getreide, bringen viel= M mehr durch ihre dichtere Bede>ung des Bodens, auf der Ober-| Fläche derſelben, eine<emiſche Veränderung oder Wechſelwirkung| ut mit den atmoſphäriſchen Stoffen hervor, wodurch derſelbe be- PD zeichert wird. Ihre zurückbleibenden Wurzeln und Stoppeln, ſv wie die Blätter, von denen während ihres Wachsthums die unz
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jz Dh tern abfallen und verfaulen, betragen, als Erſatz für die erſchöpfte| 77 Bodenkraft, beträchtlich mehr, als die des Getreides; und ob- UNE wohl ihre Körner auch größtentheils verkauft werden, ſo geben IM doch ihre Schoten und Hülſen, in welchen die Körner ſindzynicht Me
nur mehr und nahrhafteres Futter, als die des Getreides„ ſon- he vem dern auch ihr Stroh, da es, durch die Reifung der Samen, nicht ſo ausgeſogen wird, als jenes, ſondern noch immer Saft|| und Leben behält, wenn dieſe Gewächſe geerndtet werden, giebt|
ein beſſeres Futter, ſo, daß ſie im Ganzen genommen, hinſicht- mM lich ihrer Erſchöpfung, ſehr beträchtlich, entſchädigen. Man nennt| 4 m 1 daher die Hülſenfrüchte auch verbeſſernde Früchte, wiewohl unz|„BUR eigentlich 3; denn, wenn ſie auch den Boden minder erſchöpfen,„öf als andere, und durch ihre Rückſtände nach der Erndte und durch Op, ihr Düngermaterial, vas Entnommene in hohem Grade wieder= 10 Ihne geben, ſv beträgt ihr Erſatz im. Ganzen genommen, wenn ſie une[md nämlich zur vollendeten Reife gelangt ſind, und ihre Samen verden 1] dem Düngerhaufen nicht zu Gute kommen, ſondern verkauft WEER werden, doch nicht ſo viel, als ſie entnommen haben. ivo Die Kohl-, Wurzel- und Knollengewächſe enthal- 100 Ning ten eine Menge wäßriger Subſtanz, haben ein ſtarkes Blattor- WEN gan, und ziehen daher ſowohl einen großen Theil ihrer Nahrung CNE aus der Atmoſphäre, als ſie auch viel Waſſer zu ihrer Subſtanz"00 Clin aufnehmen, Es iſt zwar vetannt, daß eine Erndte ſolcher Ge=,|(Dich wächſe die Kraft des Bodens ſehr beträchtlich, und nach der all»z| gemeinen Erfahrung eben ſo erſchöpft, als, unter den Getreide- arten eine gute Roggenerndte, dieß liegt jedoch nicht in der Natur" dieſer Gewächſe, vermöge welcher ſie hinſichtlich ihrer vollkommnen,*„m! Ausbildung hauptſächlich auf die Bodenkraft hingewieſen wären, Mn ſondern vielmehr in ihrer großen Ertragsfähigkeit, vermöge der ſie A Ih von einer gleichen Fläche eine größere Menge nährender Subſtanz„mh zen geben, als das Getreide hervorzubringen vermag. Nimmt„a; man daher einen Vergleich derſelben gegen das Getreide in der„iW Hinſicht an, was zur Hervorbringung einer gleichen Maſſe nah- A xungsfähiger Subſtanzen an Bodentiraſt erforderiich iſt, ſo erſchö- M pfen ſie minder als das Getreide. Werden dieſe Gewächſe zum wa. vu
Verkauf gebaut, ſo iſt ihr Anbau mit einem großen Aufwande; von Bodenkraft verbunden, da ſie für das Entnommene dem u Boden, an Rückſtänden, nach der Aberndtung faſt gar nichts)„Wh &ſegen, und auch ihre Blätter und Stängel, welche zwar von|


