Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
13
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Cinleitung.

(305) gen kann, indem ſie mehr oder weniger, beſſeres oder ſchlechte: res Futter und Streu, mithin Düngermaterial geben.

In welchem Verhältniſſe die verſchiedenen Feldgewächſe den Boden ausſaugen, durch ihre Rückſtände in demſeiben nach ihrer Aberndtung und durch Düngermaterial das Entnommene wieder- geben, darüber laſſen ſich-zwar keine ganz genauen Beſtimmutz gen geben, weil man darüber noch zu wenig Verſuche und Beob achtungen angeſtellt hat, und auch alle Verſuche und Beobach- fungen fein ſv genaues Reſultat geben können, daß män hierin einen ganz genauen Maßſtab erhielte, indem die,>die Begetäz: tion mehr vder weniger begünſtigende Witterung, worin in je: dem Jahre eine große Verſchiedenheit herrſcht, hierbey einen ſehr weſentiichen Antheil hat, ſv wie auch verſchiedene ändere ſehr mannichfaltige Umſtände in Betracht gezogen werden müſſen, als 3 B. die in ſehr bevölkerten Gegenden mehreren in der Atmo ſphäre enthaltenen, den Pflanzen Nahrung gebenden Stoffe, ſo wie auch das Folgen der Gewächſe auf einander, oder der Frucht: wechſel 3; man hat jedoch gewiſſe allgemeine Grundſätze, welche die Erfahrung hinlänglich beſtätigt hat, und auf die Abtheilungen Ss verſchiedenen Feldgewächſe im Allgemeinen in Anwendung ommen.

Die genaueſten Verſuche und Beobachtungen: hat man wit dem Getreide angeſtellt, und dieſes dient bey den andern Feld- gewächſen zum Maßſtab.

Die Getreidearten hab'n einen rohrartigen Halm, mit ſchmä- len glätten und wenigen Blättern, die bald nach der Bluüthe vertrocknen, und eine mehlreiche Frucht. Sie können daher, ver: möge ihres"geringen Blattorganes, wenig Nahrung aus der At- moſphäre ziehen, und ſind hinſichtlich ihrer Nahrung häuptfäch= lich auf die Bodenkraft hingewteſen, da ſie ihrer mehlreichen Kör: ner wegen am meiſten erſchöpfen. Die verſchiedenen-Getreidear- ten verhalten ſich in Hinſicht dex Erſchöpfung dex Bodenkräft. ſo, wie ihr Gewicht und ihre Nährungsfähigkeit, ſo daß: der Wei- zen, welcher-am ſchwerſten wiegt, am meiſten, der Hafer, der am wenigſten wiegt, am. wenigſten erſchöpft. Ihre Rückſtände nach der Aberndtung, die faſerartigen Wurzeln und Stoppelti, geben nur ſehr wenig Moder, ſv wie auch die abgefallenen"Blät: ter nur ſehr wenig betragen. Ihre Körner werdet größtentheils verkauft, nur ſehr wenige derfelben kommen in jeder Wirthſchaft, durch Selbſtconfumtion, dem Düngerhäufen zu Gute; und nur die wenigen Hülſen der Körner geben ein nahrhaſtes Futter; wo2 gegen das Stroh nur hauptſächlich Streumaterial giebt, däher ſie im Gänzen nur wenig und größtentheils-nur geringes Dünz: germaterial geben, Das Stroh des Getreides iſt als Streumäa- terial; zur Auffangüng des Düngers; nicht nur das beſte; ſon: dern bleibt in dieſer Hinſicht in jeder Wirthſchaft immer unent- behrlich, und iſt von größer Wichtigkeit. Die Getreidearten ge: ben daher durch ihre Rückſtände, die dem Bodeti zu Gute kom- men, im Vergleich ihrer Erſchöpfung/ nur einen Feritigen Erſatz,

. und der Getreidebau kann daher durch ſich ſelbſt nicht beſtehen,

ſondern verlängt, wenü er in großer Ausdehnüung betrieben wird, ein beträchtliches Verhältniß an anderweitige? Erzeugung vott Düngermaterial,

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