Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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| -| Bau der Feldfrüchte. 7? (304):|| Würden von den angebauten Feldgewächſen alle Beſtandtheile."555 derſelben als Futter und Streu verwendet, ſo würde zwar der| 4 gewonnene Dünger nicht ſo viel Humus geben, als die Pflanzen|, 0 aeben würden, wenn ſie auf der Stelle, wo fie gewachſen ſind, 96188 verfaulten, weil ein beträchtlicher Theil des Futters in den thie- 7 M riſchen Körper übergeht, allein doch hinlänglich, um die erſchöpfte| lah E Bodenkraft zu ergänzen, vder auch, je nachdem dieſe oder jene BAM Gewächſe mehr gebaut würden, die vermöge ihrer Beſchaffenheit|(0 den Humus minder conſumiren, ſondern ſich einen großen Theil|"m anderer Stoffe als Nahrung aneignen, noch beträchtlich vermeh-| Nn ren. Allein die Feldgewächſe ſind größtentheils Verkaufsproducte,| 4 ES durch die der Landwirth ſich ſeine Einnahme ſichern muß/ und u iet viele derſelben werden ganz verkauft, von vielen ihre haupkfſäch| M 8 lichſten Beſtandtheile, die Samen, ſo daß nur ihre Samenhülſen 4: 4 und ihr Stroh. welches letztere weniger zu Futter, als vielmehr| M4 3 zU Streu dient, zurückbleiben. Der Landwirth muß daher dar-| u 4 auf bedacht ſeyn, ſich anderweitig denjenigen Dünger zu ver-| wien ſchaffen, der erforderlich iſt, die durch die Feldfrüchte erſchöpfte| wean; Bodentraft zu deen, oder die Bodenkraft zu vermehren. Nur in! Er By] wenig Fällen, und zwar nur in, der Nähe größerer Städte, wird der 16 der Ländwirth Dünger kaufen können, in den meiſten Fällen fo muß er ſich denſelben durch hinlängliche Erzeugung von Futter| BD und Streu ſelbſt zu verſchaffen ſuchen. Der Dünger iſt nach| 10-(FSY der BeſchaFenheit des Futters und der Streu ſehr verſchieden,1 Gew EE Futter giebt beſſern Düngex, als Streu, und je nahrhafter das| 750 Futter iſt, deſto beſſer iſt der Dünger, Das Hauptdüngermaterial(in(55 iſt daher das Futter, die Streu dient nur mehr zur Auffangung vert I; der thieriſchen Ercremente, und die Maſſe des Düngers zu ver-| mehren. Es muß daher beym Anbau der Feldgewächſe ein ge- mo Ds wiſſes Verhältniß des Futterbaues wad der Streugewinnung be- lich 46 obachtet werden. Dieſes Verhältniß findet man nicht allgemein ner 4 in allen Wirtbſchaften, ſondern nur in den beſſern, oder in ſol- 101 033 <en, die zufällig ein- großes Verhältniß an Wieſen, ſowie an vi 18 Flächen, auf denen Streu gewonnen wird, haben, und es kann an R nicht auf einmal, ſondern nur allmählig eingeführt werden.- NN Daher iſt das Düngerverhältniß jeder Wirthſchaft ſehr verſchie: jw 4. l den, und es mus beym Feldgewächsbau ſehr Rückſicht darauf jeho! E genommen- werden. Aber auch in Hinſicht der Auswahl der ver- 0| ſchiedenen Feldgewächſe kommt das Düngerverhältniß in Betracht,|| 1140 da dieſelben den Boden mehr vder weniger ausſaugen, mehr oder| WO.- weniger, durch die nach ihrer Aberndtung im Boden zurückblei:. vd zu henden Wurzeln und Stoppeln, und durch die abgefallenen Blöt-|0 142 ter, demſelben das Entnommene zurückerſtatten, mehr oder we- 55 8 niger Düngermaterial geben, und auch, indem ſie nach ihrer Ei en! Natur nur in friſcher Düngung zur Vollfommenheit gelangen. 1 1 Es iſt für den Landwirth nothwendig, die Feldgewächſe in js 2] dieſer Hinſicht nach ihren verſchiedenen Eigenſchaften kennen zu 964) lernen, wenn er bey ihrer Auswahl zum Anbau keine Mißgriffe ve gegen die beſtehenden Verhältniſſe machen und einen dauernden Mt 4 Gewinn von ihrem Anbau haben will; und um ſo nothwendiger, inn

da er durch eine zweckmäßige Auswahl und ein gerechtes Ber- onde EN hältniß ihres Anbaues unter einander, ohne große Aufopferung| M4 des Gewinnes, den der Feldgewächsbau abwerfen muß' auch 4 140

:|(. EITEN Jüha, ſehr weſentlich zur Vermehrung des Düngerverhäliniſſes beytra-|"0" |) |