Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
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Bau der Feldfrüchte. (302)

iſt, denno< auch bey größern Culturkoſten, und wenn es auch jgeringen|. den geringſten Grad der Vollkommenheit erlangt, das Gerathen dur 2, Unſicher iſt und es nur einen geringen Ertrag gewährt, einen ſein uE höhern Gewinn abwerfen kannz allein dieſe Fälte ſind ſelten, und fan und werden nur da in Anwendung kommen, wo der Feldbau einm 30 S gartenmäßig betrieben wird, und werden auch oft nur durch be- Stande 1: ſondere Zeitumſtände veranlaßt, und erſtrecken ſich auch oft nur den mM auf eine gewiſſe Dauer. ie m. denſten? Es bleibt daher bey der Auswahl der vErſchiedenen Feldge- immer ſel? wächſe zum Anbau, die erſte und vorzüglichſte Rückſicht für den| won au Landwirth, ſolche zu wählen, die den Statt ſindenden Verhält- ben zu'E niſſen am angemeſſenſten ſind, weil er in der Jiegel nur durch für den 198 dieſe den höchſten Gewinn zu erreichen im Stande ſeyn wird. eine(m So verſchieden in jeder Gegend, oft auf der Flur eines je- nach 8 den Gutes, das Clima und der Boden ſind, ſo verſchieden ſind ſind,W auch die Feldgewächſe in Hinſicht ihrer Beſchaffenheit in Rück- möſe, A ſicht auf jene, ſo daß für alle Umſtände die den Feldbau zu- kommet'im laſſen, eine Auswahl von Gewächſen getroffen werden kann, die dein 11/1 am angemeſſenſten ſind und nach. den Statt findenden Verhält- halt 0 niſſen den höchſten Sewinn geben. Die Bezeichnung derjenigen-| No) Umſtände, die die verſchiedenern Gewächſe' verlangen, iſt der wih dB Gegenſtand der zweyten Abtheilung, die Lehre vom Anbau der N Feldgewächſe. Berückſichtigung der Kraft des Bodens. 500| FD Die Hauptſache, nach welcher wir die Fruchtbarkeit eines M7] Bodens beſtimmen, iſt ſein Gehalt an mildem Humus. Jeder daſelht 10Dn zum Feldbau geeignete Boden hat einen gewiſien Humusgehalt, der MeyF: der ſich entweder durch verſchiedene Umſtände von ſelbſt gebildet gebun, 40) hat, oder in Folge günſtiger Verhältniſſe des Ackerbaues, oder 301 Ni15S durch beſondere Aufmerkſamkeit in der Cultur in. dieſer Hinſicht 31 Wt: gebildet worden iſt. Je größer dieſer Gehalt an Humus, ver-| hintwigs bunden mit allen Verhältniſſen, die der Vegetation günſtig ſind, Erf; a um ſv mehr hat ein Boden, Kraft, und bringt vollkommnere 11)" X Pflanzen hervor, im umgekehrten Falle dagegen geringere. Dey We ji: M Humusgehalt jedes Bodens, wenn derſelbe zum Feldbau lohnend Enanbiaen

ſeyn ſoll, darf, wie im der Bodenkunde und Aerbeſtellungskunde dacht WeſS4 gezeigt wird, nicht unter einem gewiſſen Verhältniſſe betragen, ſj me welches jedoch nach Umſtänden verſchieden feyn kann, und fällt win) der Humüsgehalt unter dieſes Verhältniß, ſo hat der Boden WENN. nicht Krafte genug, Feldgewächſe in dem Maße hervorzubringen, ve"2 daß der Gewinn vdn ihrem Ertrage. in einem gerechten Verhält: im din 7! niſſe mit den zu ihrem Anbau erforderlichen Koſten ſtände. 4

Die Feldgewächſe ſind aber auch nach ihrer Natur an ſofern b WM: ſehr verſchieden untereinander ,. daß ſie, wenn ſie vollkommen. 1 gerathen ſollen, einen größern oder geringern Grad der Kraft 6.0.8

des Bodens erfordern. Es iſt bekannt, vaß dieſes oder jenes M Gewächs nur in einem ſehr kräftigen Boden, bey einem beſtimme- Sp. ten Humusgehalt, zur Vollkommenheit gelangt; und wenn die hn Kraft des Bodens und ſein HumuSsgehalt, wenn auch alle andere en

der nad".

Umſtände für- daſſelbe günſtig wären,- unter dieſem beſtimmten"OE G Welcher=

Verhältniſſe ſtehen, es nur kümmerlich fortkommt, wogegen an- Diſe. dere Gewächſe auch in einem minder kraftvollen Boden, bey einem demelhe (18 iI

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