Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
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Bau der Feldfrüchte, 3 (298) Ge; 159 Es iſt hon den meiſten dieſer Gewächſe unbeſtimmt, woher toy X ſie ſtammen, und man nimmt an, daß ſie, da. ſie den Men=-"x ſchen in alle Climate eben ſo folgten, als die Hausthiere, durch ve die Cultur von ihrem urſprünglichen Zuſtande eben ſo abge- Oct M wichen ſind, als dieſe durch die Gewöhnung an die verſchiedene M Lebensart.' et, Sie unterſcheiden ſich von mehreren andern Gräſern, als j Dy der Trespe-und dem Schwaden, welche ebenfalls mehlhaltige.| der[M1 und nahrhafte Samen haben, die auc gebraucht werden", durch| jw ihren größern und mehthaltigern Samen, was der hauptſäch- Wir lichſte Grund ihres Anbauos iſt. Sie treiben ihre Wurzeln nicht SS) gerade und abwärts in die Erde, ſondern breiten dieſelben büs- Irin ſchelweiſe wie Faden und Haare zur Seite aus, fie beſtauden har ſich und treiben mehrere Halme und Stängel aus einem Korn. We Der Getreidebau iſt der erſte und dringendſte Gegenſtand Pie: der Landwirthſchaft, weil von ihm hauptſächlich die Ernährung und. des Menſchengeſchlechts abhängt... Er iſt deßhalb, und weil ſich t0 19 dem Anbau des Getreides. unter allen Feldgewächſen die wenigz Hh 30 ſten Schwierigkeiten entgegenſtellen, der ausgebreitetſte, In ausf vielen Gegenden, beſteht der Betrieb der Landwirthſchaft, außer 4/4 der.nöthiaen Viehzucht und Futterbau, nur in Getreidebau, UL. und in faſt allen Gegenden macht er den Haupttheil der Land- ME 20 wirthſchaft aus. Daher wird auch der Werth des A>ers überall 10 1) hauptſächlich nur nach der Ertragsfähigkeit des Bodens, in Hinz 111504 ſicht des Getreides, berechnet. Die Körner des Getreides tragen)(mn aber nicht allein unmittelbar zur Ernährung der Menſchen bey, vt ſondern auch mittelbar, indem ſie ſelbſt, oder ihre Abgänge, den(297 Hausthieren ein ſehr nahrhaftes Futter geben. ty Nächſt den nahrhaften Samen dient aber auch das Stroh uns des Getreides, theils zur nothwendigen Aushülfe bey der Vieh- Enſſiy fütterung, theils zur- Streu, theils zu verſchiedenem häuslichen dera Gebrauche, und iſt daher in den meiſten Fällen eben ſo unent-(O1(EST - behrlich, als die Körner für die menſchliche Eviſtenz ſind. Enie Hülſenfrüchte ſind diejenigen Gewächſe, deren Blüthen hee eine Aehnlichkeit mit den Schmetterlingen haben, und deren Sa- df 94 men in hohlen Gehäuſen(Schoten) enthalten ſind. Sie haben dies nebſt den-Haarwurzeln auch eine Herzwurzel, und dringen deß- Nus halb tiefer in den Boden. Sie treiben keinen aufrecht ſtehenden(nh Halm, ſondern Ranken, und haben breite ſaftige Blätter, Hier- 4 DS her gehören die Erbſen, Wien, Linſen, Feldbohnen,(dne Pferdebohnen. ES8 ſcheint ohne Zweifel zu ſeyn, daß der mn Anbau der Feldfrüchte eben ſo alt in Deutſchland ſey, als der 4 Gh' Getreidebau. Sie ſtammen mit Ausgnahme der Wicken, welche GD: ſich in Deutſchland wild finden, und durch die Cultur zu einer Ma 3: größern Vollkommenheit gebracht worden ſind, aus entferntern* 10 Hd 4 ſüdlichern Climaten, und haben ſich an das nördlichere gewöhnt,"M obwohl einige unter ihnen noch nicht die Empfindlichkeit gegen wS die Kälte ganz abgelegt haben. Sie ſind nicht nur eben ſo, wie us das Getreide zur menſchlichen Nahrung tauglich, und noch nahr-(8 hafter als dieſes, ſondern werden auch in großer Quantität: da- ie X zu gebraucht, ovwohl jedoch die Wicken und Pferdebohnen:haupt- hr 1 ſächlich zu Viehfutter gebraucht werden. Obwohl ſie nahrhafter 6,0 ſind, als das Getreide, ſy iſt ihr Bedarf dv< nicht ſo allge- Tm mein, und ſie werden ſowohl deßhalb, als auch, weil ihr Er- ww] -"8

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