Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher die beyden ersten Theile des Originals enthält
Entstehung
Seite
390
Einzelbild herunterladen

up 390 0

Die Salpeterſäure ſchlägt am wenigſten nieder, die Eſſigſäure und Benzoeſäure thun es nur auf die Länge« Die oxydirte Salzſäure macht einen grauen Niederſchlag und dieſer wird

dadurch farblos.

Kali ſchwärzt die Auſldſung des Gerbſtoffs und ſchlägt ſie nieder; Natron bringt eine weniger merkliche Wirkung hervor, und Ammonium macht die Färbe gelb und ſchlägt langſamer nieder.

Der Gerbſioſf raubt nicht allein die Erden ihren Aufld2 ſungsmitteln, ſondern er verbindet, ſich auch mit ihnen, ſobald ſie rein ſind; wenn man Kalk mit einer wäſſerigen Auflöſung von Lohe vermengt; ſo bildet ſich in dem Aügenbli> ein gelblicher Niederſchlag; Magueſia, Alaunerde und. Baryterde bilden be? ſondre Verbindungen mit ihm.

Eben ſo nimmt der Gerbſtoff auch die Metalloxyde aus ihren ſauren Aufldſungsmitteln. Das Eiſenoxyd bildet mit ihm einen grünlich braunen Niederſchlag, wenn man mit ſchwefel»

ſaurem Salze operirt; das Bleyoxyd in dem eſſigſauren Salze,

wird in kaſfebraune Hefen niedergeſchlagen; das vom Kupfer, im ſchwefeiſauren Salze, in einen grünen 3; das vom Zinn im ſal-

eierſauren in einen gelben; das vom Zink im ſchwefelſauren in einen ſchmußig grauen und das vom Quedſilber im ſalpetero ſauren Salze in einen ſebr reichlichen weißen Niederſchlag. Die Niederſchläge von Silber und Queckſilber werden, nach der Beobachtung der Akademie zu Dijon zum Theil zu ihrem Metallzuſtande zurüFgebracht,

Der Gerbſtoff zieht Harze aus dem Alkohol,

Die hauptſächlichſte Cigenſchaft des Gerbſioffes aber, welche dieſer Subſtanz ein ſo groß?s Intereſſe gibt, iſt die Fähigkeit, mit dem Gallert in Verbindung zu treten und einen in Waſſer unaufldslichen und der Fäulniß nicht unterworfenen Kdrper mit ihm zu bilden. Es iſt vorzüglich Herr Seguin, dem wir dieſe wichtige Entde>ung und die glü>liche Anwendung verdanken, weiche er davon auf die Theorie des Gerbens gemacht,

Der Gervſtoff iſt faſt unzerſezlich durc die Gährung. Es ſcheint ſelbſt, als ob die Früchte und Baumrinden, welche am meiſten davon enthalten, die ſind, welche ſich am längſten Conſerviven.

Ein ſehr ſchöner Verſuch von Herrn Hatchet, welcher darin beſteht, daß er den Gerbſtioff aus der Auflöſung irgend einer Koyle in der Salpeterſäure bildet, hat viel Licht über die Natur und die Eigenſchaften dieſer Subſtanz verbreitet. Es ſcheint in Wahrheit hienach/ daß der Gerbſtoff nichts weiter iſt, als

em

m fan

| BälltEn

| m(19)!

WET? 6 jur

| q, 2981

| ki | WET

|- (| m(5