Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
Seite
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Noc<h hat Herr Fabroni beobochtet, daß der glutindſe Theil des Waitzens den Bodenſatz oder die vegeto-animaliſche Materie, von der wir eben geſprochen, erſeßen könne; die nämliche Be- merkung hat er auch von dem Pflanzenſafte gemacht, der ſich durch Wärme verdichtet; und von den Hollunderblüthen, welche den nämlichen Stoff enthaiten,

Er hat bewieſen, daß ver Schaum von gährendem Weine und Bierhefen die größte Anglogie mit dieſer vegeto- animali? ſchen Materie haben.

Herr Thenard hat ähnliche Beobachtungen an dem Saft von Johannisbeeren, Kirſchen uud mehreren anderen Früchz ten gemacht.

Der Hefen iſt alſo eine vegeto- ayimaliſche Subſtanz.

Es ergibt ſich aus den Beobachtungen von Herrn Seguin, daß ein geringer Unterſchied zwiſchen den Bierhefen und den Fruchthefen Statt findet; Bierhefen, welche man mit warmem Waſſer digeriren läßt, ldſen ſich darin auf, und dieſe Aufldz ſung geräth mit dem Zu>er in Gährung; während Fruchthefen fich durch Wärme coaguliren, welches darauf hinzudeuten ſcheint, daß der Eyweißfioff dem Bierhefen fremd, oder viel weniger häufig, darin vorhanden iſt. Dieſe Verſchiedeuheiten in den Wirkungen zeigen Modificationen in der Natur der Subs» ſtanzen, nicht aber eine verſchiedenartige Natur ſelbſt, an. Der nämliche Chemiter hat zwey Zuſtände in dem Pflanzen? Eyweißſtoffe, dem Grundſtoffe der Gährung, wahrgenommen; einen, in dem er aufldslich iſt, wie in allen Fruchtſäften; einen andern, in dem der Faſerſioſf zur Entwiäelung gekom- men, und dadurch den Hefen unaufldslich macht. So hat Herr Berthollet beſtätiget, daß gekochte oder getro>nete Hefen minder ſchnell mit dem Zucker gähren, und daß der Gluten viel beſſer in Gährung geriethe, wenn man ein wenig Weinſtein u. ſ. w, hinzuthäte,

Man kann alſo dieſe vegeto- animaliſche. Materie als den Keim oder Sauerteig der Gährung betrachten.

Von dem Augenblike an, wo dieſe Materie durch Auspreſe ſen der Trauben, oder durch eine künſtliche Vermengung mit dem Zud&er vermengt wird, ſicht man die Gährung beginnen, Es

erzeugt ſich zuerſt viel Kohlenſäure, welche auf allen Punkten der

zeraehen ließ; dieſer zergangene Moſt gähret nicht, ſondern fault; wenn man aber Hefen darin auflöſt, und ihn einey Temperatur von 20 Graden nach, dem Reaumurſchen Thermometer ausſekt, ſs gährt und producirt er eine weinartige Flüſſigkeit. A, d, V.

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