Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
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Anwendung der Chemie auf Künſte und Manufakturen. Dritter Theil,

Fünftes Kapitel. Von der Säuren.

Oboleich die Analyſe uns die Grundbeſtandtheile der meis ſten Säuren kennen lehrt, daß wir ſie folglich bey den zuſam- mengeſeizten Körpern vornehmen können;-ſo haben wir doch ges glaubt, ihnen hier. ihren Plas anweiſen zu müſſen, weil ſie bey chemiſchen Operationen die om kräfiigſten wirkenden Mittel ſind; weil man einige von' ihnen'noc<H nicht hat. zerſeßzen kdnven, und weil faſt alle, bey ihrer Verbindung mit gudern Körpern, ſich wie einfache Subſtanzen verhalten.

Manäſt allgemein. darüber. einig, den Namen Säure ſol2 <hen Körpern zu geben, denen die nachſtehenden Eigenſchaften eigenthümlich ſind,

T):'Das: was; man. in der. Sprache des gemeinen Lebens ſauerſHmedend uennt, heißt in der Kunſtſprache der Chemie Säure;' ſo daß Saueryund Säure, ſäuerlich und geſäuert, gleichbedeutend ſind.

2) Die Verwandtſchaft des Wäſſers'mit den Säuren iſt ſehr auffallend; bey Aufldſung der meiſten von ihnen in- Waſſer, wird Wärnie erzeugt, und die dunſtförmige Ausdehnung aller, wird. durch dieſes Mittel beſchränkt, ſelbſt bey denen, weiche ih- rer Natur nach ſehr elaſtiſch ſind, wie die Flußſäure, die, Salz2 ſäure; und die Kohlenſäure, die ihre Elaſticität ſogleich verlie- ren ,. wenn man ſie mit Waſſer in Berührung ſeszt, und ſodann ihrer Verflüchtigung einen bedeutenden Widerſtand entgegenſetzen.

" 3) Die Säuren färben mehrere Arten von Pflanzenpigmens= ten'roth,: wie die La>&mustinktur, und das Malven- und Beil-

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