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Ein gutes Waſchen belebt die Farben, invem es dem Zeuge den ganzen Theil der Farbe raubt, der nicht in Verbindung ges treten iſt. Dieß Waſchen muß in einem reinen und fließeuven Waſſer geſchehen,
Man bedient ſich der Alkalien, um gewiſſe Farben zu be- leben, zum Beyſpiel, um dem Roth von Adrianopel Glanz zu geben, l&ßt man die Baumwolle, die aus dem Bade in Färber- rdthe kommt, vier und zwanzig oder ſechs uub dreyßig Stunden in einer Natronlauge kochen, wäſcht ſie, und läßt ſie no<mals in einer Seifeaufldſung kochen.
Die violetten Farben, welche wan mit Eiſenoxyd und Färberrdthe auf die Baumwolle aufirägt, werden: ungefähr auf gleiche Weiſe lebhaft gemacht. Die Farbe die bey dem Herausziehn aus dem Bade ſchwarz] erſcheint, klärt ſich ab, und bildet ein ſchdnes Violett.
Es iſt hierbey zu bemerken, das das Violett ſich durch die Wirkung der Alkalien in Roth, und durch die der Seife in Blau verwandelt.
Die Säuren haben gleichfalls ihren eigenthümlichen Ge- brauch; wenn man die fein ponceau gefärbte Seide in lauwar2 mem, mit Citronenſaſt geſäuerten Waſſer einweicht, ſo wird die Farbe dadurc) glänzender, und fällt angenehmer in's Auge,
Man belebt das aus dem Orlean gezogene Orange durch Citronenſäure.
Alle Säuren zerſtören das violette Anſehn, welches zuwei- len die Coheville auf der Wolle annimmt, und geben der Farbe derſelben einen Scharlachton.
Sie geben dem Roth der Färberrdthe eine leichte gelbe Farbe,
Herr Sgusmann hat vorgeſchlagen, die Baumwölle, wie ſie aus der Blauküpe kommt, in ein mit Schweßehſäure geſäuer2 tes Waſſer zu tauchen ,. und die Erfahrung gemacht, daß die Farbe in dieſem Bade an Intenſität gewinnt,
Die ſ<warzen Farben, welche man in eine Seifenauflöſung, oder in ein Waſſer taucht, das man eine lange Zeit hindurch mit etwas Oel umgerührt, nehmen eine ſammetartige Beſchaſſen- heit au;
Das TroFten der Zeuge an der Sonne, oder an einem ſtarken Lichte, trübt oder verzehrt delicate und lebhafte Farben, Das Tro&Fnen im Schatten conſervirt ſie dagegen,
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