Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
Seite
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Sie verwandeln ferner das Gelb, welches man auf Wolle und Seide durch Salpeterſäure erhält, in ein ſolides Oranges Man darf dieſe beyden durch den Saflor gefärbten Stoffe nur in ein cauſtiſches Alkali tanchen. Wenn man Säure zu 25 bis 28 Graden nimmt, ſo erhält man eine ſehr ſchdne Farbe,

Noch geb:aucht man die A kalien, um das V-olett aus demi Braſilianiſchen und Indianſchen Holze, zu ſtärken; ſie geben der Farbe des erſtern ein reineres Anſehen, und beleben das Violeit des Campecheholzes.

Seide die zum feinen Violett präparirt iſt, kann durch ein wenig Arſenik, den man in das Cochenillebad thut, in Purpur verwandeit werden,

Die ganze Kunſt, die Farbe zu ſtärken, läßt ſich auf ſehr einfache Grundſäße reduciren;

1) Wenn die rothen Farben rein find, ſo machen die Säuren ſie blaß oder orange, indem ſie ſie der gelben Farbe annähern,

Alaun, Weinſteinrahm, Zinnaufldſung und Säuren brin2 gen die nämliche Wirkung hervor,

2) Wenn die rothen Farben mit ein wenig nicht ſehr ſolidem Blau vermengt ſind; ſo erhdhen die Säuren die Farbe; indem ſie das Blau zerſidren oder rdöthen.

Wir ſehen die Beyſpiele hiervon am Fernambukholze und faſt allem falſichen Pflanzenroth.

3) Die Alkalien zerſtören die harzigen rothen Farben, und entwikeln das mit ihnen vereinigte Gelb.

Sie verldſchen den rothen Ton des Orleans, ſo auch den des Saflors, und man ſtellt die rothen Farben durch Sauren wieder her.

4) Die A'kalien ſtellen das durch die Säuren roth gefärbte Violett wieder her, und zwar, mit grdßerer Intenſität als zuvor.

5) Das Seeſalz und alle Kalkſalze verwandeln die rothen Farben in ein bläuliches Cramoiſi.

6) Das Eiſen und alle ſeine Verbindungen machen die roth und gelben Farben braun, durch dieß Mittel erhält man die lange Reihe von braunen Scattirungen, die heut zu Tage faſt alle übliche Farben umfaſſen.

Zehnter Abſchnitt.

Vom Lebhaftmachen der Sarben.

Die Schönheit der Farben hängt ohne Zweifel zuerſt von der guten Wahl der Jugredienzien ab; aber die Art ſie zu vers binden, und die Kunſt ſie zu beleben, machen die Wiſſenſchaft des Färbers aus, Ei

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