Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
Seite
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lehrt, mittelſt welcher Verfahrungsarten man die' Beitzen auf die Zeuge aufträgt, bevor man die Farbe darauf befeſtiget, und es kommt alſo jeßt nur noch darauf an, zu zeigen, wie man durch ſie. das. Zeug färben könne,

Um daß ein Zeug in allen ſeinen Punkten gleichſdrmig und hinreichend gefärbt werde, ſind Vorſichtsmaaßregeln erforderlich, welche wenige Färber inne haben, wenn ſie nicht ſchon ſehr ge übt in ihrer Kunſt ſind.

Nachdem man die Beize auf das Zeug aufgetragen ,. läßt man es am häufigſten tro>en werden, und wäſcht es ſodann ſorgfältig; aus, um die Portion der Beitze, welche nicht in Vera bindung getreten iſt, heraus zu bringen; Flachs und Baumwolle werden auf dieſe Weiſe zu allen Farben,«das einzige Indigo- blau ausgenommen, vorbereitet. Die thieriſchen Zeuge aber werden noch feucht von der Beiße oder der Seife, die man ihnen gegeben, in's Färbebad getaucht, mit den Händen oder dem Nagel ausgedrut, an die Luft gehängt und gefärbt.

Die Manipulation bey dem Färben von Tüchern iſt nicht die nämliche, als die bey dem Färben von Wolle oder Garn; im erſtern Falle bedient man ſich einer Winde welche man auf den Keſſel ſeßt, um das Zeug in das Bad zu tauchen, und mit» telſt deren es, ſobald es in dasſelbe hineinreicht, ſc<nell darin herumgedreht wird, um daß alle Theile gleichförmig gefärbt werden. Zwey Menſchen ſind zu dieſer Arbeit erforderlich, von denen einer die Winde in Bewegung ſett, während der andere das Zeug aufrollt, und es ſorgfältig ausbreitet, damit alle Oberflächen desſelben die Farbe gleichmäßig empfangen. Von dem AugenbliFe an, wo das Bad zu kochen anfängt, taucht man das Zeng hinein- zuweilen bringt may erſteres nicht ein? mal zum Aufwallen, wie wir es im AugenbliFe ſehen werden?

Iſt die Materie die gefärbt werden ſoll, in Fäden, ſo formt man Strähne daraus, welche man auf Std>e leitet, mit wel» <en ſie in den Keſſel geführt werden,

Sobald das Bad fertig iſt ſo bringt man jene Stde auf dem Keſſel an und läßt ſogleich eine Portion der Strähne iu das Bad tauchen, Man hebt die Strähne mit einem ſpißzigen Sto>e auf, und dreht fie ſo um ,+ daß nac) und nach alle Theile derſelben im Bade naß werden,

Wenn man das Bad zum Aufwallen bringen will, zieht man Strike durch die Strähne,-befeſtiget dieſe Stri>e' an Std>e, und läßt ſie ſo lange im Bade als mau für ndthig hält. Dieß