Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
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m Allgemeinen haben die ſchweflichtſauren Salze einen pi? kanten Geſchma>, indem ihre Säure analog iſt. Sie werden durch Feuer zerſetzt, und verwandeln ſich in ſchweſelſaure Salze durch die Bexührung der Luft oder die Einwirkung einiger Säuren,

Die ſchweflichte Säure wird dazu gebraucht, Seide und einige wollene Subſtanzen zu bleichen, die man zu dieſem Zwecke durchnäßt. in verſchloſſenen Zimmern den Dämpfen des ver- brannien Schwefels ausſetzt. Cs ſcheint als ob bey dieſer Ope2 ration die ſc<weflichte Säure ſich zerſeße, und der in ihr ent? haltene Sauerſtoff den Färbeſtoff der gebleichten Gegenſtände verſchtinge, während der Schwefel ſich entbindet.

Es iſt jezt bekannt, daß mehrere Körper, die man mit verbrennlichen Subſtanzen digerirt, ihnen den Sauerſtoff, der einen ihrer Grundbeſtandtheile ausmacht, abgeben, um damit ein wahrbhaftes Verbrennen zu erzeugen. Die Salpeterſäure durch Hitze über Schwefel digerirt, zerſeßt ſich zum Theil dariy und formirt eine kleine Quantität Schwefelſäure.

Scheele hatte behauptet, daß die oxydirte Salzſäure den" Schwefel nicht ſäuren kdnne. Hagemann hat aber bobs achtet, daß wenn man den Dampf dieſer Saure auf eine halbe Drachme Schwefel richtet, dieſe flüſſig wird, und eine klare AuAldſung bildet, die doppelt ſo ſchwer wiegt, als ſie in ihrem urſprünglichen Zuſtande, war, aber er fügt hinzu, der Schwefel werde nur aufgeldſt und nicht zerſelzt, weil ein wenig zugegoß= nes Waſſer ihn augenbliFlich niederſchlägt.

Von einer andern Seite hat ſim Herr. Guyton- Worveau wieder davon überzeugt, daß der Schwefel ſich dyrc< die Zers ſetzung der oxydirten Salzſäure ohne Hinzutreten der Wärme in Schwefelſäure verwandelt.

Bey dieſex Verſchiedenheit der Reſultate habe ich meine Zu flucht zu eigenen Verſuchen genommen, und hier iſt, was ſie

mich lehrten: 1) Orxrygedirte Salzſäure, in Dunſtform, auf ſehr klein ges ſtoßenen Schwefel geleitet,[dſt ihn wach und nach auf, und ſteigt mit ihm, in Geſtalt eines weißen Dampfes, in die Höhe, deſſen Geruch, aus einer gewiſſen Entfernung eingeathmer, dem einiger in Fäulniß übergehender Pflanzenarten gleichkommt z während er in der Nähe die Mitte hält, zwiſchen dem von verz branntem Schwefel und der vxydirten Salzſäure. Dieſer Dampf verdickt ſich jic<hwer, er ſäuert, Waſſer, und die Analyſe hat mir darin viel Salzſäure und einige Atome von Schwefe!iäure: ges zeigt. Ich habe dieß Experiment oft wiederholt; indem ich die B2 Saure

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