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Stoff zu ihrer Ernährung liefert, während der Sauerſtoff darz' aus entbunden wird,
Man hat das Verhältniß des Kohlenſtoffs zum Sauerſtoff wie 28 zu 72 geſchäßt.
Faum wurde dieſe Säure bekannt, a!s die Aerzte? ihre Ei- genſchaften. mit EnthuſiaSmus erhoben, und daraus eine Art von Univerſal- Arzeney wachten. Man hat ſie vach und vach als ein aufldſendes Mittel gegen den Blaſenſtein, als ein Spe- cificum gegen den Krebs u. ſ. w, angewendet, nnd es. iſt daan erfolgt, was man täglich ſieht, das heißt, nachdem-die Eigen? ſchaft eines Mitrels, die die Erfahrung nicht beſtätiget, bis zum Uebermaaße erhoben worden, hat mon ſich bald ganz da- von abgewandt, ohve dabey ſtehen zu bleiben, welche Wirkung es- in einigen' dazu geeigneten"beſondern Fällen wohl haben kdynte. Jett känn man, wenn män ſich eine richtige und ſehr genaue Vorſtellung von den Heilkräften"dieſer Säure bilden will, ſie in zwey Zuſtänden betrachten? 7) in dem Zuſtande als Gas, und 2) in dem Zuſtande ihrer Aufldſüng im Waſſer Im erſten Falle tddret ſie die Reißbarkeit, und gibt, bey weiſem G-brauch, ein ſehr wirkſames beſänftigendes Mittel ab, im zweyten aber tritt ſie in die Claſſe der ſchwachen Säuren, und wird mit Nutzen gegen Fäulniß angewandt.
Zweyter Abſchnitt. Von der Schwefelſäure.
Die Schwefelſäune iſt ſeit dem funfzehnten Jahrhunderte befannt: Baſilius Valentin erwähnte ihrer unter dem Namen Virriölöl, und erzählte, daß er ſie aus dem grünen Vitriol entwickelt habe.
Die characteriſtiſchen Eigenſchaften dieſer Säure ſind folgende:
1) Sie rdryet Pflanzenpigmente ſehr, mit Ausnahme des Indigo, welches ſie aufldſt, ohne ſeine Farbe zu verändern,
2) Sie iſt geruchlos, durchſichtig wie Waſſer, und fühlt ſich fett an wie Oel,'von dieſer letzten Eigenſchaft ſchreibt ſich der ihr beygelegte, ſehr uneigentliche Name Vitrioldl her.
3) Sie hat einen ſehr ſauren und ätzenden Geſchma&.
4) Sie erfordert nach Bergmann, eine dreyfach ſo große Hißze als Waſſer, um zum Aufſieden gebracht zu werden. Erpx=
leben hat dieſen Grad von Hißze auf 546 Fahrenheit, 228,44 ! fau-


