Reaumurgeſchägt,- Bey dieſem Grad- von Hike ſteigt ſie in weißen Dünſten in die Höhe die man leicht in einen Reci» pienten condenſiren laſſen kann, wo ſie daun eine ſehr weiße und reine Flüſſigkeit bildet.
5) Sie ſchwärzt und verkohlt thieriſche- und Pflanzen- ſubſtanzen.
6) Ihr ſpeciſiſches Gewicht beträgt, wenn ſie ſtark concentrirt iſt, faſt das doppelte voin reinem Waſſer. Auf der 5aume- ſchen Flüſſigkeitswaage zeigt ſie 6b Grad*). Sie miſcht ſich H| unter Erwärmung mit Waſſer; dieſe Wärme kann bis auf 95
| Grad Reaumur getrieben werden, in dem man 1 Pfund Säure, 4 auf 3 Unzen Waſſer gießt**3,. Die Miſchung dieſer beyden [ Flüſſigkeiten erzeugt kein Auffieden; ſelbſt wenn ſie zu; einem hdhern Grade von Hiße gebracht wird, als der des kochenden Waſſers, weil ſie dichter, mithin weniger zum Verdunſten ge» neigt iſt.- Aber wenn man eine oben gebogene Rdhre in das Waſſer ſtellt, auf welches man, die Säure gießt) ſo„erhält die Hitze, welche- darin erregt wird, die Kraft, das in der Rdhyre enthaltene Waſſer zum Sieden zu bringen, und es ſucht ſich daun zu beyden Seiten derſelben in Geſtalt des Dampfes einen Ausweg.
. Die Herrn Lavoiſier und Laplace haben die Beobachtung
4 gemacht, daß, während der Miſchung von zwey Pfunden Schweſelſäure zu.1,87058 ſpecifiſchen Gewicht, mit 1x Pfund Waſſer, beyde zu 0 Grad Wärme gerechnet, die aus der Vere bindung entſtehende Hitze 3 Pfund, 2 Unzen, 2 Drachmen Eis ſchmolz, welches ſo viel Eis beträgt, als 2 Pfund, 5 Un» zen, 7 Drachmen, 43 Gran ſiedenden Waſſers geſchmolzen has ben würden+).
Die Eigenſchaften der Schwefelſäure haben ſie ſowohl zum Gebrauch in den Gewerben, als zur Anwendung in unſern Las boraa
*) Gute kaufbare Schwefelſäure(Vitrioi6l) zeigt eine ſpecifiſche Dichtigkeit von 1,850 gegen reines Waſſer. In dieſem Zuſtande iſt ſolche(nach Rlaprorhs Beſtimmung) aus.74,4 trockner Säure, und 25,6 Waſſer gemengt. Die tro>ne Säure hingegen ift aus 27 TAG als Subſtrat, und 57,7 Sauerſtoff zuſammen-
207! geſekt..
| 2) Gießt man gleiche Theile vauchende Schwefelſäure und Waſſer | bey einer Temperatur von 209 Reaum, zuſammen, ſo entſteht in
.| der Regel eine Temperatüverhöhung von 100 Grad Reaum.; oft | | |
fahe ich, wenn die Säure waſſerfreyer war, noch höhere Tempe- raturen hervorfommen.. JP) Hierbey iſt zu bemerken, daß dieſe Berechnung nach franz. Ger
wicht gemacht iſt, wovon die Ynze 5783 Span enthält.. H.


