Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
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FEI 9 wren

Man. trifft. dieſe Säure in. drey Zuſtänden aut; als Gas, in Auſlöſung durch-Waſſer, und in-Verbindung mit Erden, UAl- kalien u,:ſ. w.

Die gasartige Kohlenſäure iſt in der Atmosphäre vorhanden, wo die Analyſe ſie in dem Verhältniß von 200 erkennen ließ, und an allen ſolchen Orten, wo ſich häufige Lager von pflanzenartiz gen'Gegenſtänden finden; ſie macht ſich vft los aus dem Innes ren der Erde, wo ſie aus ähnlichen Urſachen erzeugt wird ,; und veranlaßt Phänomens, die für die Phyſiter-ſowohlals für das Volk, ſo flange/ Gegenſtände des Erſtaunens waren, bis. die Chemie ſie mit' ihrem Licht beleuchtete: und. ſo häben'die Hunds- grotte bey LTeapel, und der Puy-de-la- Ponte bey'LIeyrac im Vivargis*), durch die Eigenthümlichkeit, daß»ſie'angezündere Kdrper/ die man hineinhält, verldſchen machen;' und Thiere, die in ſie hinabgelaſſen werden, erſtiken, Staunen und Verwundez? rung. erregt.

Zuweilen gehen die Blaſen der Kohlenſäure; wenn ſie aus der Erde kommen, durch Waſſermaſſen und bringen darin ein fortwährendes- Wallen- hervor. das Waſſer. zieht: dann einen Theil vonder Säure än ſichund! der"Ueverſchuß: vermiſcht ſich* mit der atmosphäriſchen Luft, der-dadurch eine ſchädliche. Bes ſchaffenheit mitgetheilt wird moraſtige Gegenden. bieten viele ſolcher Beyſpiele dar. Der See-Avernus,,:an den Virgil. den Eingang, zur Hölle verſetzte ,. und über den. Vögel nicht unge» ſtraft fliegen können, der Teich von Maſſilargues, bekannt unz ter dem. Namen: des" Bouillens, der Boulidon-de-Perols, nahe bey I7ontpellier und;ändere-Oerter, deren. einzelne Aufzähz Jung nicht! vonnödthen iſt, zeigen Phänomene-dieſer Art.

Die gasartige Kohlenſäure, die ſchwerer als"die'ktmosphä- riſche Luft, ſo wie ſehr Feneigt iſt, ſich in Waſſer aufzuldſenz und ſich mit; dem Kalk ,. und.den-Alkalien zur verbinden, kommt auf eine'natürliche Weiſe-wieder aus dem. Schooß der Atmos- phäre), und ſetzt ſich an die Kdyper.die die Oberfläche: unſres Erde bodens /bede>en, oder ldſt ſich darin auf, oder endlich vereiniget ſich mit ihnen; ſo kann man-ſie auch aus der Mitte der Atmos» phäre herabziehen, um ſie durch die Proceduren;+ welchedie Chemie an die Hand gibt, zu trennen, und in vdlliger Einfach» heit darzuſtellen.

Wenn die Kohlenſäure fich ganz, oder doch wenigſtens bey- nahe ganz von fremder Beymiſchung frey, vorfindet; ſo kann man ſie leicht ſ<dpfen und damit Gefäße anfällen, die man in

das

*) Eben ſo die ſogenannte Dunfihohle bey Pyxmont. H.