Es ereignet ſich! oft, daß in veiner“ Säure das Verhältniß ihrer Grundbeſtandtheile ſich verändert: und ſolche durchdie zu- vorgenannten Zuſtände'durchgehtz"indem“ſie ihre Wirkung auf Subſtanzen! äußert; die ihr.dargeboten werden; ſo daß die-Ver=- bindungen, welche.dargus-entſtehen,+ſie,. die Säure, ,nicht mehr in. ihrer„urſprünglichen Geſtalt. danyſtellen,. Die. Zerſetzung. laßt ſich„zuweilen ſo. vollſtändig bewirken, daß das Subſtrat. ganz abgeſondert. übrig bleibt, und daß der» Sauerſtoff ſelbſt iu. die neuen. Verbindungen übergeht.
Ein Hauptkennzeichen der Säuren; iſt: daß ſie fic mit-Als Falien vollkommen ſättigen; ſo daß das Zujammengeſeßte/ wel: hes daraus entſteht, weder die Eigenſchaften der Säure moch des Alkali, mehr zeigt.
Allen Säuren iſt dieſe Eigenſchaft aber nicht im nämlichen Grade eigen, und nach dieſer Verſchiedenheit des Einfluſſes auf eine gleiche Quantität alkaliſcher Baſis; kann man die Verwandt- ſchafisfähigkeit der mannigfaltigen Säuren beurtheil:n. Eine Säure iſt alſo um ſo viel ſtärker, als eine gleichwichtige Maſſe davon, eine mehr oder minder große Quantität von Alkali, zu ſättigen im Stande iſt.
Man muß jedoch die Stärke einer Säure und ihre Kräft unterſcheiden; ſie kann nämlich durch eine größere oder kleinere Quantität von Waſſer verdünnet, und folglich die Quantität von Säuremaſſe, die ſich in der Sphäre der Thätigkeit beſinder, vergrößert oder vermindert, und ihre Wirkung daher ſtärker oder ſchwächer werden; wodurch alſo ihre Kraft verändert wird, ohne daß dieſe Veränderung auf ihre Stärke Einfluß hat, die nach der Totalwirkung der Maſſe zu berechnen iſt,
Erſter Abſchnitt. Von der Robhlenſäuxre,
Unter allen Säuren iſt keine ſo allgemein verbreitet; als die Kohlenſäure, Sie befindet fich in der aimosphäriſchen Luft und ſcheint unzertrennlich von ihr zu ſeyn, weil man ſie damit, und faſt immer in den gleichen Verhältniſſen, in jeder Höhe, gemiſcht findet; ſie bildet einen Grunddeſtandtheil des Kalkſteins, und der kalkartigen Subſtanzen, die einen großen Theil des. Erdballs bedecken; fie wird täalich erzeugt durch die Zerſetzung thieriſcher und pflanzenartiger Gegenſiände, durc< das Athemhohlen, durch das Verbrennen, durch Gähtrung u, ſ, w. wi


