Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
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Hieraus folgt,"daß;die Säuren nicht allein der Zahl und der Natur ihrer Subſtrate'nach, ſondern au< durch die verſchie: denen quantitativen Verhältniſſe, die unter allen ihren Beſtands theilen Statt finden, abwechſelnd von einander--erſcheinen;

Es gibt jedoch einen Punkt der Sättigung,«des ſäureerzeu? genden Princips und des."Subſtrats, durch den die Säure ſelbſt in ihrem eigentlichen Zuſtande entſteht, und in dieſem Zuſtande kennt'man ſie auch gewdhnlich im Handel und den Laboratorien, Man iſt ſelbſt; indem man den Grund zu der neuen chemiſchen Künſtſpräche legte, darin übereingekommen, durch die Endung des Namens der Säure, die Verhältniſſe zwiſchen ihren Grund- beſtaudtheilen auszudrüken. Um jene: verſchiedenen Zuſtände der Säuern auszudrücken, ändert man die Endigung des Na2 mens vom. ſäurefähigen Subſtrat ab, 3. B. Schwefelſäure und ſchwefelige Säure; ſo wie Phosphorſäunre und ph9s9 phorige Säure; nebſt Salpeterſäure und ſalpetriger Säure2c,; und man nennt. überhaupt die Säure eine vollkonwmnene, wenn das Subſtrat mit dem Sauerſtoff geſättigt iſt; hingegen eins unvollFommene, wenn das Subſtrat nicht mit dem Sauerſtoff geſättigt iſt. Man fügt endlich dem Namen der Säure das Beywort 0xydirr hinzu, wenn darin der Sauerſtoff im Ueber- maaäße vorhanden iſt*).

In Gefolge dieſer erſten Geſeße der chemiſchen Nomenclae tur, hat man mit beſondern und generiſchen Namen, jede der Verbindungen belegt, welche die Säuren bey dieſen verſchiede- nen Graden.der Sätrigung mit den Grundſtoffen bilden, und die Worte ſchwefelſaure Salze(Sulfates); ſchweflichſaure-Salze Gaulfites), und oxydirtſchwefelſaure Salze(Sulfates fur-oxy- genes); und eben ſo ſalpeterſaure Salze(Nitrates), ſalperrig» ſaure Salze(Nitrites), und oxydirtſalpeterſaure Salze(Ni- trates ſur- oxygenes) feſtgeſtellt, je nachdem jene Salze durch die eine oder die andere Art der Säure gebildet worden ſind,

Es

gemeiniglich auch in den Vegetabilien, und den Produkten des Mineralreichs gegenwärtig. Man kann daher nur ſagen: es gibt Säuren mit einem einfachen, mit einem zweyfach gemiſchten, mit einem dreyfach gemiſchten'Subftrat. H.

*) Es iſt eine unrichtige Vorſtellung, wenn man glaubt, daß eine vollkommene Säure dür<-den Beytritt des Sauerſtoffes überſäuert werden könne, Wir ſehen ſehr. deutlich, daß z. B. die Salzſäure, wenn ſie mit Sauerſtoff verbunden wird, alle ſaure Eigenſchaften einbüßt, und einen ganz neuen Körper darſtellt, der zwar ſehr äßend, aber nicht ſauer iſt. Man bezeichnet daher viel beſſer eine ſol<e Verbindung durch das Beywort oxydirt: 6. B. oxydirte Salzſäure zc, H.