Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
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4) Was die Säuren hauptſächlich characteriſirt, iſt die bes deutende Wirkung die ſie auf faſt alle Kdrper äußern; ſie ſtreben unaufhörlich danach, ſich zu verbinden;. ſie verlieren ihre äßende Eigenſchaften bey dieſen Verbindungen, ſie bilden Neutralſalze mit Alkalien, Erden, Metallen u, ſ. w.; ſie vereinigen ſich mit Oelen, ſie zerſetzen ſich, wenn ſie auf Vegetabilien wirken u. ſ. w. Dieſe große Verwanvtſchaftsfähigkeit der Säuren, hat den be- rühmten XTewton bewogen, ſie als Rörper die anziehen und wieder ſtark angezogen werden ,/ zu bezeichnen. Dieſe Vero wanditſchaftsfähigkeit iſt es fernerwelche verurſacht, daß man die Säuren ſelten für ſich allein beſtehend findet. Site iſt es endlich, welche die Chemiker veranlaßte, ſie als gegenwirkende Mitiel, oder als ſolche anzuwenden, die zur Miſchung:oder Zer» ſezung, zur Vereinigung oder Trennung thätig ſind,

Die Herbheit des Geſchma>s ausgenommen, gibt es Kdr- perdie alle Eigenſchaften der Säuren beſißen 3 das im Waſſer aufgeldſte Schwefelwaſſerſtoſſgas(Hydrothionſäure) zum Bey» ſpiel rdthet La&mustinktur, es verbindet ſich mit alkaliſchen und erdigen Baſen, es zerſeßt die Seife, und vertritt die Stelle des Oels bey den Alkalien; es ſchlägt zum grdßten Theil den Schwes fel in Aufldſungen von Schwefelkali und Schwefelkalk nieder,

und

Man befeuchtet dieſe Miſchung mit menſchlichem Urin; der von Thieren hat nicht genus Ammonium.;

Die Gährung entſteht, und man gießt Urin zu ,- um den zu erſezen, welcher verdunſtet.

/ Sovald die Maſſe eine rothe Farbe bekommt, gießt man-ſie in

einen zweyten, dem erſten ähnlichen Trog,- um. Man gießt noch mehr Urin zu, ſchüttelt ſie um, ünd nach einigen Tagen nimmt fie eine blaue Farbe an.

Man vertheilt dieſen Teig in kleine Kübel, die in der Mitte durchgeſchnittenen Tonnen ähnlich ſehen; miſcht dazu ſorgfältig, 2 Mis ein Drittheil vortrefflicher Pottaſche, und thut Urin

grauf.

. Dieſe Vertheilung mäßiget die Gährung, und temperirt die Hiße, die zu ſtark, der Güte des Teiges nachtheilig werden würde. Dieſe Periode erfordert viele Sorgfalt.

Der Teig bekommt dann eine prächtige blaue Farbe.

Man vermiſcht ihn mit Kreide, um den Preis zu verringern.

. Man legt ihn endlich in kleine längliche Kaſten, die man auf eine eiſerne Platte ſett, ficllt dieſe auf fichtene Bretter, und läßt ihn auf einem ſehr luftigen Boden tronen+). A.d. V.

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de;

Wie man dje Fabrikation der Orſeille mit Vortheil veranſtalten kann, findet man in metnem Magazin für Färber 2c, xſter Band 1802, beſchrieben, H,