einfach und einleuchtend. Diejenigen Viehzüchter, wel- c<e mittelmäßige und arme Gegenden bewirthſchaften, befinden ſich in der Nothwendigkeit, eine arbeitſame und ſich gut fütternde Art von Vieh auf; 5)
eine große, weichliche und dickfnochige Art würde ſich
Üziehen: denn
auf ihren Ländereien nicht ernähren können; oder viel- mehr der Ertrag ihrer Ländereien würde nicht hinrei- <en, die erforderliche Anzahl von dieſen zu erhalten. Reiches Land hingegen hilft jedem Mangel ab, oder tiärt wenigſiens die Meinung des nicht nachdenkenden Biehzüchters ſo auf, daß er ſich ſehr viel därauf zu gute thut, beſſeres Vieh als ſeine fleißigen Nachbarn zu be- ſigen, obgleich dieſes Verdienſt bloß der innerlichen Güte ſeines Ackers und ſeiner reichern Weide x zuſchreiben iſt. Zufrieden daß ſein Vieh das größte iſt, ſchließt er, daß es alſo auch das beſte ſey; dahingegen ſein arbeitſamer
und nachdenkender Nachbar, weil er einen nicht ſo fruchtbaren Boden beſikt, gezwungen iſt, ſich eine Art Bieh auszuwählen, welche ſich nicht allein leicht auffüt- tert, ſondern auch von harter Natur iſt.= Dieſes bringt mich wieder auf die Lincolnſhirer Viehzüchter, welche ſich ſo lange mit der Zucht einer ſo plumpen und unnußbaren Art von Nindvieh und Schafen abgegeben haben. Die Weide in dem größten Theile dieſer Graf- ſchaft übertrifft aber jede andere, welche mir auf dieſer Inſel bekannt geworden iſt; denn was für eine zweite Grafſchaft beſiken wir, die einen Boden hat, welcher


