CG 15.2
Einen oder dem Andern, was man zur Ver- diFfung nehmen will, in den Urin oder die Jauche, bis das Ganze zu einem diFen Breie eingerührt iſt. Sollte nach ein oder zwei Tagen noch klare Jauche auf dem dicken Saß ſtehen, ſo darf ſie nur abgegoſſen werden, und dieſe dient dann zum nächſten mal.
Auch fann man mit Vortheil"die Aſche aller Art mit Kalf oder gemahlenem Gips vermengen. Der Gips iſt leiht und ohne Umſtände mit der Aſche zu mengen; beim Kalk aber dürfte iM wohl rathen, es den Seifenſiedern und Bleichern nachzu- machen,' die reinen Haufen Aſche auf einen Dielen- oder andern feſten Boden ſchütten. Jn dieſen Haufen Aſche wird mitder Spate ein breites LoH gemacht, ſo daß eine geräumige Vertiefung entſteht. In die Vertiefung wird. der gebrannte Kalf gethan. und mit Waſſer, hier bei unſerer Arbeit aber mit Urin oder Lace, nur ſo viel angeneßt, bis er zu plaßen oder ſich zu löſchen anfängt. Iſt dieß geſchehen, ſo wird der Kalk mit der im Kreis auf die Seite ge? zogenen Aſche gut bede>t und mit der Breite oder der Fläche des Spatens gut eingeklopft. Der Kalk löſcht ſim auf dieſe Art in der AſHe zu Pulver und wird dann mit der Aſhe durch Umſtehen mit dem Spaten leiht vermiſcht.
w


