lich empfangen und gedacht iſt; er allein kann es nicht machen, die Beſten und Weiſeſten im Volke müſſen ihm helfen, Wie Jean Paul ſagt in fei- ner Vorſchule: Habt nur ja recht viel Ge- nie, ſo wird euch das Uebrige von ſelbſt zufallen, ſo kann man ſagen: Habt nur erſt einen gerechten Staat, ſo wird das Uebri- ge ſich ſchon von ſelbſt finden. Wann alle
bürgerlichen und irdiſchen Thätigkeiten erſt richtig|
vertreten werden, ſo wird ſich Kampf und Gegen- kampf, und in ſeiner wohlthätigen Bewegung das geſuchte Gleichgewicht der Kräfte von ſich ſelbſt er- zeugen, und an ſeine Stelle ſeßen,' Alle jene Aus- ſchweifungen, Schanden und Raſereien der jüngſten Zeit rührten daher, daß Sklaven die Freiheit weder verſtehen noch ertragen können: ſie wird, wie alles
Beſte, nicht-auf einmal. Aber wo ſie iſt, da wird>
auch Zucht, Ruhe, Mäßigkeit, Ehrfurcht gegen die Unverleßlichkeit des Geſees und gegen die Ma- jeſtät des Thrones; da wird verweilende und feſts haltende Liebe zu dem, was man hat, nicht jene
gefürchtete wilde Neuerungswuth, die immer zu ete
was Andern hin will, ja die zu dem Unmöglichen hin will, was man hier unten nur in der Jdee über der Erde beſitzen darf; da werden aber auch alle Triebe und Strebungen allgemein, für das Volk und in vem Volke lebend- und fortlebend; da bin- den nicht allein die"alten ehrwürdigen Schlöſſer, Haine, Berge, Hügel und Seen den Bürger an ſeine Erde, ſondern jedes Haus, jede Hütte, ja jeder ſtumme Stein ſpricht von dem, was unſere Väter für uns thaten, und was wir für unſere Enkel thun ſollen. Wir ſind einmal in dem Geiſt der Dinge; und wir kdnnen nicht zurück zu ihrem Leibe, ſelbſt wenn es da'viel beſſer und ſicherer wäre. Dichteriſche Sehnſucht'nach dem, was: durch die Jahre idealiſch geworden, gutgemeinfe Rü&weiſuin-


