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Der Bauernstand politisch betrachtet : mit einer Beilage / Ernst Moritz Arndt
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8, ihren geſtämpelten Werth in Gültigkeit zu-er- halten?"warum haben ſie es nicht gewollt, oder vielmehr, warum haben ſie es nicht gekonnt? Ih will es euch ſagen: deswegen nicht, weil der Bür- geradel, und. mit ihm der rechte Stolz und die rechte Freiheit der Germanen zerſtört war: Cs war we= der Reibung no) Bewegung der Kräfte; es war kein Sinn noch Streben für das Vaterland, weil Feiner ſo glüFlih war, lebendigſt ein Vaterland zu empfinden und zu lieben; ein kleinliches Hausglü>, ein feiger Genuß, ein jänimerlicher Krämergeiſt hat den Adel wie den Bürger ergreifen und verzehren

"müſſen,' weil jeder höhere Trieb, der nach außen

wollte, immer zurüFgetrieben ward. Die Zeit hat ihr"Gericht begonnen, ſie.iſt noch weit von der Enk= ſcheidung; vyie wird ſie ausfallen, wenn die Akten des großen Prozeſſes geſchloſſen ſind? Wahrlich nicht, wie die: Faulen und Gutmüthigen hoffen und räthen:' "5" Dies ſei geſagt überhaupt als eine Beleuch= fung'der oben von x bis 6 bezifferten Sätze. Wo. diepolitiſchen Anſichten, die hiſtoriſchen Funde, die Antriebe des Herzens, und die Grundſätze der Kdpfe vbllig. verſchieden ſind, da ſtellt man ſich. und das Seine eben. nur. gegen das, Fremde hin, und läßt andere, und die lezte Richterin, die Zeit, das Ur= theil ſprechen, Doch noch einige Worte über 1 und 2, daß. der Adel das Stätige und Bleibende im Staate darſtelle,/.der. Bürger das Flüchtige und Wandelbare; das der Adel da ſiehen müſſe, gleichſam ein Janus mit zwei Köpfen, vou welchen der eine in die Vergangenheit, der andere in die Zukunft ſchauet, der eine wärdigt, was die Ver- gangenheit für uns gethan hat, der zwei- ke weiſet, was wir für die Zukunft thun ſollen; Die Centrifugalkraft des Bür-