- 134= mit friſchem Leben hätte durchbringen kbnnen? er
ſtand auch nicht bürgerlich natürlich in dem Gan- en eingeſchloſſen, daß er auf daſſelbe recht hätte rüdwirken können, Wir denken mit ſc<merzlichem Gefühl ver traurigen Entzweitng, die auch in uns ſerm Vaterlände zwiſchen den ſogenannten[privile=
girten und,'nichtprivilegirten Ständen herrſchte, und an vielen Orten leider noc< herrſcht.
-,- Nun noch Eins. Herx Müllex und vie Seis,- nigen klägen als eine„der großen Urſachen der*
Pngnn Unfälle den Unverſtand und die Sorgloſigs eit an, daß man den großen StaatszweF des Adels aus dem Geſichte verloren, daß man-nicht bloß den Evelmann, die ausgeprägte Münze, in ſeinem bes ſimmten Werth habe gelten laſſei, ſondern guch nach dem inneren Gehalt, nach den Werth des Menſchen, gefragt habe. Dieſer Unbeſtändigkeit has ben ſich nicht allein. die kleinen Bürger aus Shas denfreude und! Neid, ſondern auch die Könige und Fürſten aus einer übel angebrachten Humanität ſchuldig gemacht.=- Wahrlich dies ſicht aus, als „wolle Herr Müller eine Satire über den Adel ſchreiz ben: aber ſeine ernſte Miene ſagt uns genug, daß es ſein gebrannteoſter Ernſt iſt: die wirklichen Edels ſeute unter den Edelleuten werden ihm äber für ſolche Anſiot und Würdigung ihrer Klaſſe ſchlech= ten Danf wiſſen; den: hei der Stiftung des Adels wollte der Staat gewiß nicht ein in ihm ſelbſt er- ſtarrtes und bloß" blaükes eiſernes Inventarium 'Ntiften, ſondern die Jdee war, durc) Erinnerung und Mahnung der Tugenden und Thaten der Ahnen den Geiſt der Kraft bei den Enkeln und Urenkeln als einen ewigen Strom der Hoheit und Seelens große flüſſig zu erhalten, Jene Anſicht hat freilich in den düſterſten Jahrhunderten gegolten, aber nie 'in ſolcher di&en Unverſchämtheit; irgend eine Tüch- tigkeit, irgend ein Verdienſt mußte do) da ſeyn,
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