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ſchichte ves neuen hriſtlichen Europa; denn unſreHerr- lichfeit iſt nicht durch itäliſche Künſte, Morde, Verban-
nungen, nicht durch atheniſche, ſyrakuſiſche, genueſi=
ſche Getümmel und Umwälzungen entweiht worden. Still ünd ernſt trug ſich das Leben der ſchönſten Fretheit von dem elften bis zum ſechszehnten Jahr- hundert. Wir umfaßten die Welt mit unſern Ar= men, und wurden manche Jahrhunderte när durch unſre ſtillen Künſte von ihr gewußt. Dieſe Bür- ger“ eroberten wieder alte germaniſche Freiheit, wel <e von Fürſten, Magnaten und Prieſtern nieder= getreten war; um und in ihren Mauern verſam- „melte ſich, was nach Freiheit ſtrebte, und ſie zwan= gen manche wilde Barbaren, ſich dem Geſel und der Zucht zu bequemen, ſie zwangen die beſſeren - Edelleute, bürgerlich, d. h. teutſch geſinnt zu: werz den. Doch ſtrebte die Menge immer gegenan, und hat gegenan geſtrebt bis auf die leßten Tage, die aber lange kein. Bürgerleben mehr gekannt haben. Das ſechszehnte Jahrhundert brachte leiblich und geiſtig die größeſten und ſchnelleſten Wechſel der Dinge, die je in europäiſchen Geſchichten geſe= hen worden. Die neu gefundenen Welten brach» ten ganz neue Ziehpunkte; die zur geiſtigen Freie heit„auflebende Menſchheit brach die Feſſeln der - Hierarchie;, die Schäße der neuen Welt,-der ver-
änderte Handelsweg, und das Pulver, raubten den
Burgen und“ Städten die alte Zuverſicht und Si- <herheit: Ritter und Bürger verfielen zu gleicher - Zeit. Doch ſchloß der Adel ſich nun mehr an die Fürſten, und arbeitöte mit ihnen hinfort gegen die Städte.- So rettete er bei dem Verluſt der hohen Unabhängigkeit früherer Zeit manche ſeiner alten Vorrechte, und erwarb hie und da kleinere neue, In den beiden lezken Jahrhunderten hat er geherrſcht. Früher waren die Bürger. nicht allein in ihren Städten herrlich, ſondern ſie wurden oft Fürſten und Herren in geiſtlichen Stiftern, und waren ge


