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Der Bauernstand politisch betrachtet : mit einer Beilage / Ernst Moritz Arndt
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gefilde, und ſie täuſcht mit Recht alle. die, welche Geſchichte nicht kennen, oder durch ihre Zauber-= kunſt ſie auf Vugenblicke vergeſſen.Aber die Ge- ſchichte ſelbſt darf. nicht in. Träumen wandeln und ſie lehrt uns; daß die Knechtſchaft: der Lehnsver= faſſung, im zwölften. und dreizehnten Jahrhundert grauſamer; war, als im vierzehnten. und funfzehn= tenz daß ſie im vierzehnten und, funfzehnten Jäahrz hundert härter war, als im. ſechszehnken uud ſiez, benzehnten: Selbſt.noch.in den letzten Jahrzehenden dieſer unſerer Zeit, habe, ich. in Landſchaften; die zu, vem ſogenannten aufgeklärten Teutſchland,gehd= ren; Feudalgräuel«geſehen; welche die Haare. em- po1cichten.. Denn ſo iſt der Menſch: wo Willkühr gilt für Geſeß, da wird Tyrännei, Und dieſen Zuſtand. öder nur eine verädelte. Aehnlichkeit ſollten wir: zurückführen? 4;

So. ſieht der ſchöne 7 idealiſche. Traum aus bötn der Frdmmigkeit/ Ritterlichkeit; Gutigkeit.des Mittelalters. Es, war. wirklich. bei. einigen, ſchdnes ven Seelen, aber"gewiß. nicht bei, der Maſſe des Adels. Das beurkunden. uns alle. unſre Geſchich- tent, zu geſchweigen, daß nur. der bei weitem klei nere Theil des teutſchen Adels. vön: dem Geiſt an= geflogen war;. 5 welchen man, den Geiſt: frommer und begeiſteter Ritterlichkeit gZenatint hat;;Aber ich/ will euchſagen; wo die, teutſche Herrlichkeit war zur Zeit unſrer Väter,ſie war bei den Bürz gern." In den Reichsſtädten, in den Bürgerbunz den,- die von-.dem Jnn und, der Schelde bis zum Sund und zur Newa reichten; in der Bürgerkunſt und-Bürgerthötigleit; in;.dem; was man vornehm das Kleine und-Niedrige zu. nennen beliebt, da leuchfet. teutſche Freiheit, teutſhe Tugend, teuiſche Gerechtigkeit,«teutſche Kunſt und. Wirkſamkeit in unvergänglicher. Glorie; da ſtehen wir als.das erſte; gerechteſte, weiſeſte;-freieſie,edelſte Volk. in der Ges

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