gierigen Krämergeiſt,- und genußlüſternen Kos8-
mopolitigömus aufgelöſt.
6) Der Staat alſo,. der ſic) in der That za, ei- ner friſcheren und herrliheren Geſtalt um- ſchaffen will, hat nichts Geſchwinderes zu thun, als der Prieſterſchaft ihr verlornes Anſehen und Würde, und. dem Adel ſeinen alten Glanz und Geltung. wiederzugeben, indem er ihn auf une Wen Landbeſit mit. Majoratrecht be- gründet.
Dieſe Behauptungen, die Herr Müller mit vie- len neueſten Schreibern gemein hat, werden, wie es geht,-aus Erfahrung und Geſchichte bewieſen. Doch„wir.wollen. einmal die Kehrſeite. zeigen, und ſehen,„ob die Dinge ſich, darauf nicht ganz anders, und doch ziemlich leidlich und. er?lärlic) ausnehmen. Zum weiten Ausglauf iſt keine Zeit, alſo nur einen Furzen Ueberbli>. Wir bleiben allein bei dem teut- ſchen Vaterlande ſtehen, denn die Erſcheinungen und EntwiFeluvgen ſind in dem übrigen Europa faſt. eben ſo geweſen, wie bei uns.
Zu Anfange konnte man ſagen, wenn das, für Prieſterſchaft und Adel Behauptete, wahr iſt, war- um ſind beide denn nach der allgemeinen Wehklage und dem einhelligen. Geſtändniß der Freunde. und Feinde„ſo elendiolich untergegangen? Was ſich in „4hm., ſelbſt verlebt und, zerſivrt, oder. in der wan- delnden Zeit ganz. matt und kampflos einſchläft, das ſcheint ſchon dadurch. veraltet:und abgeſchafſt ertlärt.. Doch. dieſen„Beweis,.. welch. ein ſtarkes Gewicht auch in. ihm liege, mag man wohl nicht gelten laſſen. Alſo ein wenig rückwärts durch. die Jahrhunderte. gewandelt mit mir.
Die<hriſtliche Prieſterſchaft hatte bei dem An- fange des fränfiſchen und allemanniſchen Staats die unermeßlichſte Gewalt in Händen, ſie herrſchte gleich allmächtig und gefürchtet auf Erden und im


