„hemmendes und. haltendes Gleichgewicht den Staat auflöſen und zerſprengen, jemehr Ke ſich ſelbſt aufldſt, und verſlüchtigt; die andere Kraft ſtrebt, ſich mit. allen Faſern und Sehnen des Gefühls und der Liebe an dem Staat feſt» zuranken„ja ſich mit ihm.ganz in Eins zu verwachſen und zu verleiben. Die erſte Kraft liegt in aller bloßen Bürgerthatigkeit, die zweite
'."ain der. Prieſterſchaft» und„dem auf. unverrüc&- - lichem Landbeſitz. gegründeten Adel,'| 312) Dutch Prieſterſchaft und Adel wird das Cwige,
Unwandelbare, Höhere, durch: den Bürger das
"Zeitliche;»Wandelbare/ Kleinere des Staates vorgeſtellt. 11958 2
4) Der Adel muß gelten als ſolcher, bloß um ſein ſelbſtwillen, zu welcher Geltung er|
- vom Staate geprägt und geſchlagen NE Anu 48 er von jedem in Werth angenommen werden, ohne weiter nach ſeinem Gehalt zu fragen. j Sobald die tolle Anſicht kam, daß man ihn /' auch mit ſeinen perſönlichen Verdienſten neben
- dem Bürger zum Wettlauf in die Schranken ſtellte, ward alles verwirrt, Sein Glanz und ſeine Hoyeit iſt zu ächten, als wie nothwen- dig, als wie von Gott..
5) Seitdem jene weſentlichen Unterſchiede zwi- ſchen Bürger'und- Edelmann aufgehört haben,. oder doch“weniger beachtet ſind, iſt der hohe herzige Ritterſinu, Aufopferungsgeiſt, Vater- Jandsenthuſiasmus mit jeder ſtolzen Tugend und"Schwärmerei. dahin; der Adel iſt ernie- drigt, und den Uebrigen gleich geſtellt, die Welt iſt in egoiſtiſchen Privatrüſichten zuſammen= geſchrumpft, die weitſtrebenden Staatkstugen- den ſind- kleinliche Hauskriebe geworden, und alles hat ſich in engherzige Pedanterei, gold?


