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Der Bauernstand politisch betrachtet : mit einer Beilage / Ernst Moritz Arndt
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her als jener, weil das'Weitumherbli>en einmatk. keutſche Art iſt. Merkwürdig indeſſen' ift ſeine Vere theidigung des. Üdels und" der Prieſterſchaft, aus deren Vernachläßizung und Hinkanſeßung" e&r alle die Lahmheit und Nichtigkeit herleitet, woran" unſer Zeitälter geſtoxben iſt, und in deren Wiederherſtel- lun3 und Begründung er allein die"Rettung der Zukunft ſicht, obgleich er etwas vornehm erklärt, daß ſeine Bücher mit der Vaterlandsretterei'nichts zu thun haben, was fonnenklar wird,'wenn man ſie gelöfen hat." Nebenher wird-.denn Manches recht hübſch und erbaulich mit eingemiſcht über Religio- ſität, AufopferunFsgeiſt, Sittlichkeit, Frauenzucht und Frauenzügel. Die Hauvptaxe, worum ſich ſeine

Gedanfen drehen, iſt folgende:;

1) Dem Menſchen muß im Staat nicht ällein die hinfahrende, in ihren übermüthigen Ge- lüſten und. Begierden nichts ſchonende noch achtende Gegenwart hingehalfen werden, ſonz2 dern es mäſſen Einrichtungen. ſeyn, die rück- wärtsauf die Verdienſte, Tugenden, Arbeiten der Vergangenheit, vorwärts auf die Bedürfe niſſe, Anſprüche," Rechte der Zukunft hinweiſen, Denn wenn die Vergangenheit nicht geachtet wird, ſo wird die Zukuuft nicht verſorgt. Dieſe

- Einrichkfungen, die dem Menſchen das Bild des Bleibenden hinhalten, ſind'die auf Glanz und Herrlichkeit, und auf Landbeſiß'und Reich» thum gegründete Prieſterſchaft und Adel.

2) Zwei Kräfte im Staate giebt es, die vont ſelbſt einander entgegenſtreben, unv von der Geſeßgebung im Gleichgewicht einander entz| gegengeſtellt werden müſſen; von-dieſen kann die eine die Centrifugal 2, die andere die Cen? tripetalkraft des Staates genannt werden; die eine Kraft ſtrebt ſich von allen Banden immer freier und loſey zu machen, und muß ohne