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Der Bauernstand politisch betrachtet : mit einer Beilage / Ernst Moritz Arndt
Entstehung
Seite
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hat, der wird mir nicht" leugnen, was jede Geſchihte meldet und. die allräglihe Crfah» rung beſtätigt. Ein Jdeal, d. h. das Bes ſte und Edelſte jedes Dinges, muß man aufſtellen, wenn man im Allgemeinen ſpricht. Denn allerdings in knechtiſchen Ländern giebt es edle und freie, und in Freien Ländern un- edle und kriehende Bauern. Aber überhaupt, wo die größte Freiheit iſt, da iſt immer der edelſte Menſch.; Andre werden gegen dieſes ſagen? ich hänge noch in einer beſchränkten Aaſicht der Welt; mit der größten Freiheit, die aus rech- tem Erfenntniß entſpringe, werde«alles Gute und: Rechte ſich ſchon von ſelbſt. machen; und politiſche Geſeße, beſonders ſolche, die einzelne "Stände begründen wollen, werden immer wes- niger'nothwendig werdenz Geiſt und Sittlich- Feit werden endlich von oben her auch alles das tragen und gleihwägen, was von unten auf durch keine Befeſtigung irdiſcher Noth- wendigfeit, durch keinen Stachel äußerer An- triebe in Gerechtigfeit und Gleichgewicht gehal? ten werden könne; dieſe Bauernanſicht und Bauerneinrichtung ſei vielleicht nur Für einen niederen Zuſtand: die Welt könne einen ganz anderen Schwung bekommen, und' werde ihn befömmenz: es können Verhältniſſe eintreten, daß einzelne Nationen zu viel-nüßlicheren und, menſchlicheren Thätigfeiten aufgerufen werden, als zum Aerbauz ja vielleicht eine-ſolche Ent»