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Der Bauernstand politisch betrachtet : mit einer Beilage / Ernst Moritz Arndt
Entstehung
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' ſtens; Geis und Ungerechtigkeit verführen ihn weniger zum. Böſen, als die mehr zuſammen» geſeßten und. fünſtlihen Gewerbe, die ſchneller gewinnen und verlieren, als der Bauer.

3) Der Umgang mit der Natur erhält das innere und äußere Urbild des ächten alten Menſhenſtammes, die ewigen Gefühle und Ahndungen, die unvergänglichen Triebe und Kräfte, welche den Urnaturen inwohnten; als ſie aus ihrem Garten Cden über die Länder zerſtreuet wurden.-

4) Das Leben mit der Natur, die freie Luft,und, das» freie Licmt, der unaufhörliche Kampf mit den Elementen, ie tüchtige Ar- beit und der tüchtige Genuß erhalten die ur- ſprüngliche-Stärfe und. Macht. In einem freien Lande gehe in die Hütten des Bauern, wenn du die ſtärkſten und ſchönſten. Männer ſehen willſt, wenn du Haltungen und Gebehr- den ſehen willſt, womit man vor Könige tre- ' ten könnte, oder richtiger, womit Könige auf? treten ſollten, und welche die Praxiteles und

Michael Angelo's als Muſter der Schönheit.

hinſtellen würden.

/ 53) Daher geht es am beſten vom Pfluge zum Schwerte. Der Bauer iſt der fertigſte und treueſte Vertheiviger und Erhalter des Va- terlandes; er iſt. der Bürger, welchen eine un- endliche Liebe an ſeinen Heerd feſſelt, welcher die ſicherſte Liebe zu ſeinem Vaterlande und