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Der Bauernstand politisch betrachtet : mit einer Beilage / Ernst Moritz Arndt
Entstehung
Seite
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und von ihrer Ungebundenheitz 1er giebt eine unbeſchränkte, aber unſichere Freiheit auf= wenn mai das Leben des Wilden Freiheit nen? ) nen will= um eine beſchränfte, aber ſichere Freiheit zu gewinnen. Der«Menſch und die Menſchlichfeit fommen nun in die Welt.= Dieſe erſte Kunſt des Menſchen, welcher Bür- ger. werden will, um ein freier Mann zu wer- den, bleibt. auch ewig die erſte. Dies wider? lege, wer es kann! Alle Tugenden des Leibes und Gemürhes bewahrt niemand ſicherer und leichter, als der freie Bauer; denn ihn erhä't das natürliche Leben, was die andern Bürger des Staats' durch ein künſtliches Leben kaum kaum erhalten können.'Denn was iſt der Bauer? j 1) Er ſteht in dem findlichſten' und rein- ſten. Verhältniſſe mit unſer aller Mutter und Gdttin, der Natur. In beſcheidener und ſtil- ler Thätigkeit, in gläubiger und frommer Hoff? nung gewinnt er ihr die Gaben ab, die ſie ihren fleißigen Kindern ſo gern giebt. ).Seig Erwerb iſt der natürlichſte und unſchuldigſte aller.. Er gewinnt das Rohe und | Einfache, was er, wenn er in ſeine Wirkſam- feit auc; mehr Kunſt bringt, höchſtens im er- ſten oder zweiten Grade verfünſtlicht und: ver- edelt, und die weiteren Bearbeitungen des Ro- hen bis ins Unendliche, dann fremden Thätige- eiten überläßt. Wer mit dem einfachſten Er- werb umgeht, iſt am mildeſten und freigebig«