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Der Bauernstand politisch betrachtet : mit einer Beilage / Ernst Moritz Arndt
Entstehung
Seite
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EEB, 7) 49.79

ſhe Freiheit» der neuen Völker fonnte nicht beſtehen 3 ſie war auf einem Herfommen PE Juſtinkts und Gefühls, nict auf einem Geſeß des Verſtandes und- der Erfenntniß gegründet. Lange Lehrjahre mußten durchgemeſſen werden, um durch das Chriſtenthum ein geiſtiges Gleich- Gewicht zu gewinnen, was allein wahre Freis Heit und wahres Glu erſchaffen und erhal- ten kann.- j

.Ich ſprech'e:, Wo ein freier Bauer iſt, da iſt ein tapferes Volk, ein freies Land. Das muß ich beweiſen, und kann ich beweiſen, zuerſt an dem freien Bauexn

überhaupt, wie er in jedem Lande zu ſehen|,

iſt, zweitens an den Völkern und Län- dern.).;

Das erſte menſchenveredelnde und. men- ſchenbildende Geſchäft war der Acerbau. Der wilde Jäger und Fiſcher, oder der von den Früchten ver Bäume und Felder lebt, welche in den freigebigſten Klimaten die Natur ohne Arbeit hervorbringt, iſt wechſelnd ſrei und glüds- lich, ſflaviſch und elend; in einem ewig unru- higen, unſtäten, unſicheren Daſeyn geht er freudenlos hin, ein roher Knecht der Clemente und des Zufalls, wenn er auch von ſeines Gleichen nicht unterjocht iſt, Sobald, er aber den Spaten und die Hake ergreift, ſobald er die erſte Furche dur das Land zieht, den ers

ſten Zaun zäunt, beginat ſeine höhere Frei-.

heit: der Menſch ſcheidet ſich von den Thieren

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