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Der Bauernstand politisch betrachtet : mit einer Beilage / Ernst Moritz Arndt
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derte unſrer Zeitrehnung, wie elendig erſchei? nen eben dieſe Völker, die vor einigen Jahr- hunderten die Unüberwindlichen und Fürchter- lihen genannt waren! Haufen von zehntau? ſend und zwanzigtauſend raubluſtigen Normän- nern= ihre Brüder, die noch geblieben wa- ren, was ſie ſonſt geweſen= durchſtreiften und beſchaßten ungeſtraft über ein halbes Jahr-

hundert das große und volfreiche Francien und-

Allemannien, ja eroberten mehrmals das ganze England jenſeit des Meers; und Gleiches litt man von Avaren und Magyaren(die wir jeßt Ungarn nennen) welche von Oſken her zogen, und vom Rhein, vom Po, und von der Seine Her germanitiche Sklaven und Schäße in ihre Hordenlager an der Donau und Theiß zurück- ſchleppten.;

Sagt mant ſo mußte es gehen, ſo habe ich nichts dagegen, aber die Erfahrung aller Zeiten und Länder, der große Punkt, um welchen dies al- les ſich hier bei mir dreht, bleibt darum nicht weni- ger wahr; er heißt: Freier Bauer gleich einem tapferen Volke und freien Lan- de. Denn leicht iſt es zu beweiſen, was ich oben ſchon andeutete, daß bei den beſten po- litiſchen. Geſeßen dieFreiheit der Alten neben ſyſtematiſcher Sklaverei nicht beſtehen konnte; denn in dem großen Plan, der Vorſehung lag nicht Uebermuth und Grauſamkeit, ſondern Ge- rechtigkeit und Milde, die legten Halter. und Walter derErde. Auch die alte bäuri-